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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1937-01-01 · 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935 · p. Seite 493

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
Date
1937-01-01
Page
Seite 493 (sequence 496)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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Amiel, Eningen, Goldmann, Ben-Gurion 491 betonen jedoch nicht nur das Wort Kultur, sondern auch ganz besonders! das Wort: hebräisch, das alte traditionelle Judentum, die Fortsetzung «unserer Thora. Wenn das Eure Kultur sein wird, werden wir die ersten sein, die sie unterstützen. So lange Ihr aber eine hebräische Kultur habt, wie sie nicht sein soll, sind wir gezwungen, uns ihr mit aller Kraft zu widersetzen (Beifall heim Misrachi). WAHL VORSCHLÄGE. VORS. VIZEPRÄS. DR. GOLDMANN: Das Wort hat nunmehr Herr Eningen zu Vorschlägen des Nominationsausschusses. L. N. ETTINGEN (Weltverein. Allg. Zion., A.C. — spricht jüdisch): Der Nominations-Ausschuß schlägt Ihnen nach Verständigung mit der Exekutive als Vorsitzenden des Kongreßgerichtes Herrn Sammy Gronemann vor, als Vorsitzenden des Ehrengerichtes Herrn Felix Rosenblüth, als Kongreßanwalt Herrn Dr. Aron Barth. VORS. VIZEPRÄS. DR. GOLDMANN: Da sich kein Widerspruch erhebt, erscheint der Vorschlag einstimmig angenommen. L. N. ETTINGEN (fortfahrend): Als Mitglieder des Resolutions- Ausschusses schlagen wir vor: Morris Myer (Weltverein. Allg. Zion.), Dr. N. Frey (Weltverb. Allg. Zion.), J. Machower (Judenst.), Berl Katznelson, Jizchak Lufban (Arb.), Dr. Z. Wahrhaftig (Misr.). VORS. VIZEPRÄS. DR. GOLDMANN: Auch dieser Vorschlag ist angenommen. BEANTWORTUNG DER INTERPELLATION DER JUDENSTAATSPARTEL DAVID BEN-GURION (Mitgl. d. Exek. — spricht hebräisch): Herr Weinstein hat es für notwendig erachtet, hier einen Abschnitt eines Telegramms, das im „'Pariser Tageblatt" veröffentlicht war-, vorzulesen. Er hat sich gerade diesen Abschnitt ausgesucht und, ohne sich zunächst an mich zu wenden, eine Interpellation eingebracht. Herr Weinstein hat jedoch nicht das ganze Telegramm verlesen. Hätte er das getan, dann hätte der Kongreß gewußt, daß der Korespondent schon im Telegramm voraussagen konnte, diese Angelegenheit werde zum Gegenstand einer Debatte im Kongreß werden. Hätte Herr Weinstein das Telegramm zu Ende gelesen, so hätte der Kongreß gewußt, daß das Telegramm, das überschrieben ist: „Die Zionisten kondolieren Hitler", weder mit Zionisten, noch mit Kondolenzen etwas zu tun hat, sondern mit den Heldentaten einer Fraktion in diesem Kongreß und mit ihrem Führer, Herrn Großmann. Als Herr Großmann seine Interpellation wegen des deutschen Zements in Tel Aviv einbrachte, riefen seine Freunde den Arbeitern „Heil Hitler" zu. Das hat Herr Weinstein nicht vorgelesen. Aber wenn das auch nichts darüber besagt, welche Beziehung zwischen dem Inter-

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