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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1937-01-01 · 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935 · p. Seite 489

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
Date
1937-01-01
Page
Seite 489 (sequence 492)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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/. Grünbaum, Rosenhek, Mossinson 487 genommen wären. Ich war sicher, daß die Sache endgültig feststehe. Heute kommt nun Katznelson mit einem Kompromißantrag, der uns nicht zufriedenstellen kann. Es ist mir augenblicklich, nach den Worten von Raw Berlin und nach seinen falschen Beschuldigungen gegen die XLarbuth schwer, ruhig zu sprechen. Ich kann nicht ruhig bleiben, ich muß schreien. Wir sind vor einigen Wochen nach Erez gekommen, haben über die Fragen der Zarbutb gesprochen, und man hat dort Liebe und Verständnis für unser Werk gezeigt. Nun schlagen wir hier Dinge vor, die einen Sinn haben, da kommen andere mit einer neuen Philosophie. „Die Werke unserer Hände versinken im Meer", und Ihr sprecht von Philosophie! Glaubt Ihr, daß wir das ganze Werk, das wir in der Diaspora geschaffen haben, werden umkommen lassen? Wir haben in Polen ein größeres Schulnetz geschaffen als die Knesseth Israel in Erez Israel. (Zwischenruf: Die Landesorganiisation in Polen soll es erhalten!) Wir haben 183 Schulen, viele Tausende jüdischer Kinder, die bei uns lernen. In unseren Schulen bereiten wir die Kinder nicht nur sprachlich, sondern auch kulturell vor. Ich freute mich sehr, unter den Delegierten meine Schüler zu finden. Bei uns ist Kultur nicht nur Sprache, sondern reicher Inhalt. Achtzig Prozent der Schüler, die ihre Hachscharab in unseren Schulen erhalten haben und in Erez Israel sind, befinden sich in En Hachoresch, in Givath Haschloscha und in verschiedenen Siedlungen des Emek. Es ist daher ein großes Unrecht, daß die Parteien, die hier sitzen, noch nicht beschlossen haben, sich mit diesem Werk zu befassen. Ich wende mich an die Linke, welche die meisten unserer Schüler von uns erhalten hat — ich schäme mich dessen nicht, wir glauben, daß das kommende Geschlecht ein arbeitendes Geschlecht sein muß, vorbereitet für die Arbeit im Lande — mit dem Rufe: Sorget für unser Werk; denn tut Ihr e<s nicht, dann habt Ihr keinen Halt im Lande! Ihr müßt Euch einmal trauen, einen Beschluß zu fassen und uns die Gelder zu geben, die für diese Hachscharah notwendig sind. Wenn Herr Grünbaum, als er über den Misrachi sprach, beantragte, man solle auch „Javne" Gelder zuwenden, so muß ich hier offen erklären, daß „Javne" kein Erziehungswerk in der Golah geschaffen hat. (Zivisebenruf von den Sitzen des Misrachi: Lüge!) VORS. VIZEPRÄS. DR. MOSSINSON: Es ist verboten zu stören, insbesondere ist es aber ungehörig, aufzuspringen und „Lügetl zu rufen. Man soll um der Würde des Kongresses willen seine Zunge hüten! SAMUEL ROSENHEK (fortfahrend): Wer etwas geschaffen hat, verdient eine Unterstützung. Ihr habt nichts geschaffen. Wir fordern, daß man ein für allemal unsere Schulen als ein sprachliches und kulturelles Instrument für das Land anerkennt. Wenn man das Schauspiel der Flucht vom Lande in die Stadt in Palästina betrachtet, darf man es nicht nur mit der Prosperity begründen, sondern auch damit, daß die Hachscharah eines oder zweier Jahre bei Erwachsenen nicht genügt. Wir wollen, daß unsere Schulen wirklich für die Arbeit und

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