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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1937-01-01 · 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935 · p. Seite 488

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
Date
1937-01-01
Page
Seite 488 (sequence 491)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476292--9532-3485683
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486 j6. Kongreß-Sitzung: Referat und Debatte über Kulturfragen die Hälfte, vielleicht zwei Drittel der Einwanderer die Sprache beherrschen, noch bevor sie ins Land kommen. Seid Ihr dagegen? Dieser Aufgabe wollen wir besondere Mittel widmen. Rabbi Berlin sprach hier gegen die Tarbuth-Schule. Haben wir denn gesagt, daß nur die Tlarbuth-Schulen berücksichtigt werden sollen und die Jawne-Schulen nicht? Ich würde verstehen, wenn Ihr darauf hinweisen würdet, daß die kulturelle Arbeit in der Gaiuth nicht nur von Tarbuth, sondern auch von Jawne geleistet wird, und daher eine entsprechende Unterstützung auch für die Jawne-Schulen verlangt hättet. Wir könnten auch darüber zu einem Einverständnis gelangen, genau wie wir uns über die Schulen aller Richtungen in Palästina geeinigt haben. Aber den alten Kampf gegen die Kulturarbeit im Zionismus neu aufleben zu lassen, das habe ich — offen gesagt — von Rabbi Berlin nicht erwartet. Was haben die Fragen, über die wir hier sprechen, mit der Frage des Sabbath zu tun? Was hat das alles zu tun mit dem Kampf um die Güter Israels, dem „Hort Israels", mit all dem, wovon Rabbi Berlin geredet hat? Wir sprechen über ganz einfache Fragen, denen Sie ebenso wie wir zustimmen können. Wir wollen, daß die Einwanderer die Kenntnis der hebräischen Sprache schon ins Land mitbringen. Nachdem wir Weisung gegeben haben, daß jeder Einwanderer Hebräisch können muß, wenn er ein Zertifikat haben will, müssen wir auch Maßnahmen ergreifen, um ihm die Möglichkeit zu geben, die Sprache zu erlernen. Die Tätigkeit des Bialik-Instituts wird erst alle die kulturellen und literarischen Arbeiten ermöglichen, von denen Berl Katznelson gesprochen hat. Es kann nicht Aufgabe der Zionistischen Bewegung und Organisation sein, sich mit Literatur zu befassen, sie kann sie nur fördern. Ich würde es verstehen, wenn Ihr, die Führer des Misrachi, gesagt hättet: „Neben der modernen Literatur existiert noch unsere Literatur, sorgt auch für sie." Vielleicht wären wir einverstanden. Warum sage ich vielleicht? Die Form dieser ganzen Arbeit muß den Forderungen unserer Generation entsprechen. Ich spreche nicht vom Iphalt. Auch ein jüdischer Gesetzeskodex kann so geschrieben sein, daß selbst ein Gegner seines Inhalts darin lesen und an ihm Freude haben kann. Habt Ihr keine Leute, die so schreiben können? Diese Tätigkeit, die die Exekutive bereits begonnen hat, will sie fortsetzen und verstärken. Ich hoffe und bin überzeugt, daß die ganze Bewegung dem zustimmen und uns dabei helfen wird. Wenn Ihr Euch dem widersetzt, dann werdet Ihr eine Antwort erhalten, die Euern Widerstand verstummen lassen wird (Beifall links). SAMUEL ROSENHEK (Weliverevu Allg. Zioiu, Polen — spricht Vtebräisch): Ich freue mich, daß Berl Katznelson hier einen so schönen Vortrag über hebräische Kultur gehalten hat. Einige Wochen habe ich fast mit Ungeduld auf diesen Vortrag gewartet und gehofft. Er war wirklich schön, nur am Schluß hat er mich enttäuscht. Er hatte mir in Palästina versprochen, für einen dritten Fonds einzutreten, er hatte mir auch zugesagt, die Sache vor seine Partei zu bringen, und erklärt, er werde den Vortrag nicht haitetn, so lange seine Anträge nicht an-

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