Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
- Date
- 1937-01-01
- Page
- Seite 481 (sequence 484)
- Language
- German, English, Hebrew
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B. Katznelson 479 ich mich diesmal mit einem Kompromißantrage begnügen, freilich nicht etwa dem Antrage, die Frage einer Kommission zu übergeben, wie das bei uns üblich ist, sondern mit dem Kompromiß, daß man uns bestimmte Verpflichtungen auferlegt, wenn diese auch nicht ausreichend sein sollten. So lange wir noch nicht den Kulturfonds haben, der die gesamte kulturelle Tätigkeit der Zionistischen Organisation umfaßt, müssen wir die bestehenden Einrichtungen aktivieren und das zur Durchführung bringen, wozu wir uns verpflichtet, was wir jedoch bisher nicht zur Ausführung gebracht haben. DAS BIALIK-INSTITUT. Eine unserer Einrichtungen ist das. Bialik-Institut. Es ist ein Verdienst dieser Exekutive, daß sie dieses Institut, das erste seiner Art in unserer Bewegung, geschaffen hat. Das zweite Organ, das freilich noch nicht existiert, obwohl es auf vielen Kongressen beschlossen wurde, ist das berühmte besondere Departement für Kultur und Erziehung. Fügen wir noch hinzu, daß auch das Organisations-Departement der Zionistischen Organisation sich nicht ausschließlich mit administrativen Aufgaben befassen sollte, sondern daß ihm eigentlich die Aufgaben der Massenerziehung und einer Propaganda, die in die Tiefe geht, obliegen, dann haben wir die ersten Keime für eine wirkliche kulturelle Tätigkeit vor uns. Woher aber sollen die Mittel kommen? So lange wir von Seiten der nationalen Fonds nicht die Zustimmung dazu haben, einen dritten Fonds zu schaffen, sollten diese Fonds die finanzielle Last tragen. Dieses Jahr hat der Keren Hajessod 5000 Pfund für das Bialik- Institut bewilligt. Die Exekutive der Zionistischen Organisation hat jetzt beschlossen, sich auch an den Keren Kayemeth und an das Organisations-Departement mit dem Ersuchen zu wenden, sich ihrerseits an dern Bialik-Institut zu beteiligen. Die Sache muß jedoch noch weiter gehen: Wir haben in der Zionistischen Organisation noch weitere Körperschaften, an die wir uns um Hilfe für unsere kulturelle Arbeit wenden dürfen, so z. B. die „Hadassah" in Amerika und die WIZO. Die Zionistische Organisation sollte, jetzt ein jährliches Budget von 25.000 Pfund für diese Zwecke aufbringen. Massensammlungen können für das Bialik-Institut nicht durchgeführt werden, die Zionistische Organisation ist jedoch bereit, Sonderspenden entgegenzunehmen. Zweifelsohne gibt es in unserem Volke viele Institutionen, Gemeinden, Gesellschaften und Einzelpersonen, die in unsere kulturelle Tätigkeit einbezogen werden können. Unter denen, die unsere politische und kolonisatorische Arbeit noch ablehnen, werden sich Leute finden, die bereit sind, unsere Kulturarbeit zu fördern; die Universität Jerusalem beweist es. DIE AUFGABE DER UNIVERSITÄT JERUSALEM. Nebenbei bemerkt, nicht unsere ganze kulturelle Tätigkeit hängt von dem Vorhandensein entsprechender Mittel ab. Vieles kann schon durch einen zielbewußten Einfluß erreicht werden. Um nur ein Beispiel an-