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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1937-01-01 · 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935 · p. Seite 477

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
Date
1937-01-01
Page
Seite 477 (sequence 480)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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/?. Katznelson 475 geschaffene Zionistische Organisation sind einmalige Erscheinungen in der jüdischen Geschichte, die man nicht nachahmen kann. Diejenigen, die uns mit neuen Kongressen und neuen nationalen Organisationen beglücken, zeigen nur, daß sie keinerlei Ehrfurcht haben. DIE ZIONISTISCHE BEWEGUNG — DER TRÄGER DER HEBRÄISCHEN RENAISSANCE. Nur die zionistische Bewegung kann uns auch die kulturelle Renaissance bringen. An sie ist diese Forderung zu stellen, und sie wird sie schließlich auch erfüllen. Die Zionistische Organisation ist nolens volens zu dem stärksten Faktor für die Entwicklung der hebräischen Kultur geworden. Derselbe Herzl, der die naive Frage stellte, was hebräische Kultur sei, und der sich so sehr davor fürchtete, die Debatte über die hebräische Kultur in den Zionismus hineintragen zu lassen, hat wie kein anderer den Boden für die hebräische Kultur bereitet. Ohne das Erscheinen des politischen Zionismus können wir uns das Aufblühen der neuen hebräischen Literatur, das Auftreten von Männern wie Feierberg, Bialik, Berdyczewski, Tschernichowsky und Brenner nicht vorstellen. Hier liegt die Wirkung einer starken/ Bewegung in der Oeffentlichkeit vor. Zwischen großen, allgemeinen Bewegungen und dem geistigen Schaffen bestehen tiefe Verbindungen, wenn sie auch für das Auge nicht wahrnehmbar sind. Eine solche tiefe Verbindung besteht zwischen der Bewegung der jüdischen Arbeit und dem Emporblühen der hebräischen Kultur. Der jüdische Arbeiter ist vom Beginn seines Wirkens in Palästina an die zuverlässigste Stütze für die hebräische Sprache utid Kidtur, und zwfcr nicht nur als Leser und als Förderer, sondern auch als einer, der einen fruchtbaren Boden für das geistige Schaffen bereitet und geistige Werte schafft, Gewiß hat die zionistische Bewegung viel gesündigt. Sie hat gesündigt, wie fast jede politische Bewegung. Die politischen Bewegungen fördern den geistigen Aufstieg immer nur zufällig, nicht systematisch und vorbedacht, sie widmen der kulturellen Tätigkeit nie den ihr gebührenden Platz. Es war schmerzlich, an der Spitze der zionistischen Bewegung eine Kategorie von Menschen zu sehen, die bei aller Hingabe an das öffentliche Leben der hebräischen Sprache fremd gegenüberstanden, wie es auch schmerzlich war, Menschen zu finden, die trotz ihrer tiefen Wurzeln in der hebräischen Kultur sich zweier Lesarten bedienen: sie trennen das öffentliche .Wirken und das hebräische Kulturleben. Diese Zweiteilung muß aus der Welt verschwinden. Auch die Anhänger der hebräischen Kultur, die zwischen der zionistischen Bewegung und der hebräischen Bewegung einen Unterschied machen wollen und glauben, daß wir dadurch, daß wir ge-> trennte Gefäße für die hebräische Kulturarbeit schaffen, die Situation bessern, fördern in Wirklichkeit die Situation nicht. Der theoretische Verstand vermag zwar historische Erscheinungen in ihre Teile zu zerlegen, die Geschichte selbst jedoch ist synthetische Es gibt oder gab zwar „nichthebräische" Zionisten, Galuthzionisten und sogar Territorialisten, in Wirklichkeit sind dies jedoch nur

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