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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1937-01-01 · 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935 · p. Seite 462

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
Date
1937-01-01
Page
Seite 462 (sequence 465)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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/;. Kongreß-Sitzung: Schluß der Generaldebatte davon überzeugt, daß er sich von diesen temporären Schwierigkeiten auf ein höheres geschichtliches Niveau zurückziehen und daran denken muß, daß in dieser Welt, wo wir nicht zu viel Freunde haben, die englische Regierung es war, die es uns überhaupt ermöglicht hat, in Palästina weiterzukommen. Das darf nicht vergessen werden. Wenn wir daran denken, wird es uns manchmal zunutze kommen. Infolgedessen schien es mir auch etwas pathetisch, als unser alter Freund Ussischkin fast mit einem gewissen Bedauern und mit einer gewissen Sehnsucht der guten alten türkischen Zeit in Palästina gedacht hat. Wir stehen jetzt vor großen Aufgaben und vor schwierigen Zeiten, in erster Linie außenpolitisch — über die innenpolitischen Schwierigkeiten werden wir vielleicht selber hinwegkommen; ein Anfang dazu ist vielleicht heute nacht gemacht worden. Das Mittelmeer wird wieder, wie in den alten klassischen Zeiten, ein Gebiet, für das sich sehr viele Kräfte in Europa interessieren. Wir befinden uns an einem Punkte des Mittelmeers, der in kolonisatorischer und strategischer Beziehung eine Schlüsselposition bildet. Es wird für unsere politische Leitung ein Beweis ihrer Weisheit sein, in diesen schwierigen Zeiten* die anbrechen, — vielleicht verziehen sich die Wolken, und es gibt wieder klaren Himmel — ruhig und stabil unsere Arbeit weiterzuführen, Ich glaube, daß die einzige Garantie dieser Stabilität die Fortsetzung dieser schwierigen, undramatischen, einfachen Politik ist: Mehr punam, mehr Bäume, mehr Häuser, mehr Menschen. Dadurch wird unsere Kraft stärker. Von allen Rezepten, die uns verschrieben wurden, ist das das einfachste, das schwierigste, vielleicht das langweiligste, das undramatischeste, aber das sicherste, weil es sich noch am stärksten in unserer Hand befindet. Ich weiß, man wird sagen, es» sei schwer, Boden zu erwerben, aber wir erwerben ihn doch. Es ist schwer, die Immigration so zu leiten, wie wir es möchten. Aber wir wachsen doch, und wir sind in diesen letzten zwei Jahren stärker gewachsen als früher. Und das ist der W^eg zur Verwirklichung des jüdi sehen Nationalheims. Ich möchte noch ein Wort über ein Thema sagen, das i%. der Rede meines Vorredners so oft berührt worden ist. Es ist verständlich, daß der. Druck, der heute im Innern von uns allen herrscht, daß die Gefühle des Protestes gegen die Diffamierung eines Teils der Judenheit ihren Ausdruck in dieser oder jener oratorischen Form finden müssen. Es ist menschlich verständlich, daß diesem Druck auch in Worten ein Ventil geöffnet werden muß. Aber die einzige würdige und wirksame Antwort auf all das, was den Juden in Deutschland angetan wird, ist ein großer, schöner und gerechter Bau in Erez Israel, ein starker Bau (Stürmischer Beifall). Das ist das einzige, was eine wirkliche, richtige, trost- und heilbringende Antwort auf diese Tragödie sein wird. Mit dem Einzug der deutschen Kinder, der Erwachsenen* und Halberwachsenen in Palästina wird etwas geschaffen, das die Schmerzen, die wir alle tragen, einmal in Zukunft im Munde von Enkeln und Urenkeln in Lieder und Sagen verwandeln wird. Und so

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