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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1937-01-01 · 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935 · p. Seite 460

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
Date
1937-01-01
Page
Seite 460 (sequence 463)
Language
German, English, Hebrew
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4fi() Kongreß-Sitzung: Schluß der Generaldebatte — ich in freundschaftlichen Beziehungen stehe, in der Histadruth, dio zu einem Teil vpn der Haskala und zum andern Teil vom Marxismus her nach Palästina gekommen ist, liegt die einzige harmonische Synthese dieser Lehren, die nicht in irgendeinem luftleeren Raum, sondern auf dem undankbaren Boden Palästinas zur Wirklichkeit geworden ist. Und diese Wirklichkeit gibt dem heutigen Erez Israel das Gepräge; sie ist es, welche die Welt auf Erez Israel aufmerksam gemacht hat. Glauben Sie denn, daß sich die Welt für eine Million Orangenkisten interessieren würde? Man züchtet Orangen auch anderswo. Die Welt lechzt und dürstet nach etwas Neuem, Reinem, nach einer neuen Form, die aus der bestehenden Konfusion herausführen kann. Die Ansätze zu dieser neuen Form aber sind durch die Arbeit dieser Generation in Palästina geschaffen worden. Wenn ich manchmal ein Gebet auf dem Herzen habe, so ist es dieses: daß auch diese Generation auf diesem Weg weitergehen möge. Das hat auch einen praktischen Wert. Wenn ich die Siedlungen unseres natiotuden Heims betrachte, so sehe ich auf der einen Seite Siedlungen, vor Jahren durch Männer gegründet, die vielleicht nicht weniger von Idealismus beseelt waren als die Männer, welche die neuen Siedlungen gegründet haben. Aber das Resultat ist, daß in manchen Siedlungen der neuen Art auf einer kleinen Fläche von iooo, 1200 oder 1400 thinam eine dichte Bevölkerung lebt, die immer wächst, immer weiter arbeitet und sich materiell und geistig fast in stürmischem Tempo entwickelt. In den anderen Kolonien aber, die viel mehr Boden haben, die ökonomisch viel besser daran sind, geht die Sache nicht weiter. Und ohne irgendwelche vorgefaßte Parteimeinung ist man zu dem Schluß gezwungen, daß auf dem Boden, wo privatwirtschaftlich gearbeitet wird, die Intensität und die Dichte der jüdischen Bevölkerung und damit die Absorptionsfähigkeit Palästinas — was ja das wichtigste ist — unendlich kleiner ist als auf dem Boden, wo auf nationalwirtschaftlicher Grundlage gerabeitet wird (lebhafter Beifdll). Nicht nur moralische Werte werden also hier geschaffen, sondern vom reinen Standpunkt der Absorption kann ich mir denken, daß diese Formen größere Möglichkeiten bieten als jene, die privatwirtschaftlich arbeiten. Ich will es nicht verneinen: es werden im heutigen Palästina mich neue -privahvirtschaf fliehe Ansätze gemacht, — ich denke da an Naharia — die sich noch im Anfang befinden und die wohl auch die Privatwirtschaft zu größerer Intensivierung führeri werden. Aber am Ende sind sie beseelt vom selben Ideal, von dem die national-wirtschaftliche Kolonisation getragen ist. Und so scheint mir der Kampf, der heute um die Histadruth geführt wird, — und ich bin wirklich nicht da, um die Histadruth zu verteidigen; ich glaube, sie kann sich sehr gut und manchmal vielleicht zu gut selbst verteidigen — unberechtigt, übertrieben, parteiisch verschärft, als ein Kampf, der darin besteht oder der darum seine Schärfe bekommen hat, weil heute in der Welt, wie schon Wise sehr richtig gesagt hat, die demokratischen Aktien nicht sehr hoch stehen. Aber was in der

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