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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1937-01-01 · 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935 · p. Seite 457

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
Date
1937-01-01
Page
Seite 457 (sequence 460)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476292--9501-3485652
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Wise 457 sehe Volk gestärkt werden, wird es im besten Falle Juden in Palästina geben, aber kein jüdisches Palästina. Es muß ein umfassendes System jüdischer Selbstbesteuerung für diese Fonds eingeführt werden. Dies muß zum Tagesproblem des gesamten Weltjudentums werden, weil diese Fonds, der K.H. und der K.K.L., die alleinigen wirklichen jüdischen Instrumente für den Aufbau Palästinas sind (Lebhafter Beifall). Was die Erleichterungen von Seiten der Mandatarmacht betrifft, so ist die letzte „Erleichterung" die Mitteilung über die Errichtung des Legislative Council. Die Araber werden dafür belohnt, daß sie im Laufe von 15 Jahren des System der Non-Cooperation mit der Mandatarmacht propagiert haben, und bekommen jetzt das Geschenk des Legislative Council mit den unzähligen Möglichkeiten, die es bietet, um den Kampf der Rassen in Palästina zu verschärfen und störende Einmengungen in das jüdische Leben vorzunehmen. Wenn man den Juden nichts mehr gibt als die recht magere „Erleichterung", die ihnen zur Zeit zuteil wird, so sollte man ihnen wenigstens die Erschwerung ersparen, sich in ihre Angelegenheiten einzumischen und ihre Arbeit zu stören. Werden die Araber für ihre fünfzehnjährige hartnäckige Non-Cooperation belohnt, so werden die Juden für ihre fünfzehnjährige loyale Mitarbeit, die in vieler Hinsicht den Interessen der Mandatarmacht diente und sie bereicherte, durch die Einführung des Legislative Council bestraft. Wenn die Einführung des Legislative Council auf dem Versprechen beruht, das im Churcnill-Samuel-Weißbuch enthalten war, so sollte dieser Kongreß die Mandatarmacht an eine frühere und stärker bindende Verpflichtung, die von ihr eingegangen wurde, die Balfour- Deklaration, erinnern (Beifall). Die Balfour-Deklaration war ein feierlicher Vertrag mit dem jüdischen Volke, das Churchill-Sarauel-Weißbuch war eine angedrohte Verletzung, wenn nicht eine vollständige Aufhebung dieses Vertrages. Wenn ein Versprechen eingehalten werden muß, — und die Britische Regierung und das britische Volk haben den Ruf, daß sie ihre Versprechungen sowohl dem Geiste als dem Worte nach einhalten —, dann ist es das Versprechen der Balfour- Deklaration und nicht die später moralisch wertlos gewordene Drohung des Churchill-Samuel-Weißbuchs. Ein Legislative Council wird der Britischen Regierung und dem Territorium, in dem sie Mandatarmacht ist, ein Maximum von Schaden bringen, dagegen ein Minimum von Nutzen irgendeinem Teile der Bevölkerung Erez Israels. Deii Legislative Council darf nicht eingeführt werden! Es war vor einiger Zeit, mitten in frohen und gesegneten Wochen, da kamen plötzlich Trauerbotschaften. Es kamen Nachrichten über die Erneuerung der Grausamkeiten und der Barbarei im Nazilande. An diesem Tage empfing der High Commissioner in seiner Residenz jüdische Kolonisten und Bauern aus ganz Palästina, die er bereits mehrmals in ihren Siedlungen besucht hatte. Daneben gab es auch einige eigens eingeladene Gäste. Nach Schluß der militärischen Vorführungen wurde die englische Nationalhymne gesungen. Dann erschallten auf den Bergen von Judäa die Töne der Hatikwah. Ich

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