Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
- Date
- 1937-01-01
- Page
- Seite 449 (sequence 452)
- Language
- German, English, Hebrew
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Shertok 449 seiner Bodenfläche wird einschränken und uns Platz machen können. So geschah es in Hule, so wird es bei den anderen organisierten Bodenkäufen geschehen, welche, wie wir hoffen, die zukünftige Exekutive mit Hilfe der Fonds, vor allem des Keren Kayemeth, wird verwirklichen können. Dieser Weg schränkt unseren Horizont, das endgültige Ausmaß unseres Jischuw im Lande und unsere territoriale Konzentration in Palästina nicht ein. Nur auf diesem Wege wird es möglich sein, den Rahmen zu erweitern — soweit es überhaupt möglich ist — und zu dem Maximum unserer Ausbreitung im Lande zu gelangen. Das ist unsere Kraft, die moralische Rechtfertigung unseres Werkes, unsere ewig gültige Legitimation gegenüber unserem Nachbarvolk im Lande und in den Nachbarländern. Wir sagen: Es gibt eine große historische Kraft, der nichts beikommt und die nichts aufhalten wird —' es ist die Konzentration des jüdischen Volkes in Erez Israel, die Konzentration seiner Massen bei der Arbeit, beim Aufbau der Wirtschaft, die Konzentration seines Vermögens, aller Reste seines Vermögens, die Rettung jedes Groschens des nationalen Vermögens des jüdischen Volkes aus allen Bränden der Welt, die Konzentration seiner wissenschaftlichen Kräfte, die Erlösung der jüdischen wissenschaftlichen Kräfte aus der Sklaverei der Galuth, ihre Konzentration und ihre Rückgabe an das eigene Volk. Mit dieser Kraft, die sich aus drei Elementen zusammensetzt, aus Arbeit, Kapital und Wissenschaft, werden wir die Hindernisse überwinden. Mag es Hindernisse geben, wir werden mit ihnen ringen, jedoch ihrer Herr werden — nicht durch Druck, sondern dadurch, daß unsere Kraft Hindernisse aus dem Weg räumt, Licht und Segen bringt, das Leben steigert, eine stärkere, besser entwickelte, mehr differenzierte Gesellschaft möglich macht. Es wird viele Anstrengungen kosten, sie zu organisieren, aber sie wird' stärker und reicher sein. Denn unsere Kolonisation vollzieht sich nicht so wie die Kolonisation der Pioniere in den Steppen Amerikas, die in völliger Freiheit vor sich ging. Unsere Arbeit erfolgt durch umfassende Organisation, durch überlegte Anstrengungen, durch Mobilisierung aller Kräfte der Arbeit, durch Konzentration der nationalen Energie, dadurch, daß wir uns ständig an das Nachbarvolk wenden. Durch die positive Kjraft, die der Faktor unserer Kolonisation dem Nachbarvolke bringt, und durch die sich für dieses Volk vieles als möglich erweist, was es gerade verlieren zu müssen glaubte, ist es möglich, den Rahmen viel mehr zu erweitern, als es jetzt geschehen kann. Jede Periode, die wir beschließen, legt den Grund für eine Tätigkeit in der ihr folgenden Periode. Wir verlassen diesen Kongreß, wie ich glaube, mit weit mehr gegenseitigem Verständnis in den grundlegenden Fragen des Zionismus, mit weit größerem Einvernehmen. Es ist richtig, was man hier gesagt hat, daß eine Kluft zwischen der zionistischen Bewegung und dem Bilde, das der Jischuw bietet, klafft. Wer von hier dorthin zurückkehrt, kann das nicht vergessen. Aber Einigkeit und Verständnis sollen vor allem hier bestehen, und alle Kräfte 29