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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1937-01-01 · 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935 · p. Seite 442

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
Date
1937-01-01
Page
Seite 442 (sequence 445)
Language
German, English, Hebrew
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442 Kongreß-Sitzung: Generaldebatte unseren Anteil am Regierungsbudget und an den Regierungsarbeiten zu bekommen. Ich will dieses schwierige und verwickelte Kapitel hier nicht ausführlich behandeln und nicht alle unsere Bemühungen, alle unsere Erfolge und Rückschläge darstellen. Nach allen unseren Erfolgen aber — der Anerkennung unseres Anspruches auf einen bestimmten Anteil an diesen Arbeiten — standen wir in diesem Jahre vor der Tatsache, daß der jüdische Arbeiter aas den Regierungsarbeiten vollständig ausgeschaltet war. Es gab Verträge, die mit jüdischen Unternehmern unter der ausdrücklichen Bedingung abgeschlossen wurden, daß sie jüdische Arbeiter beschäftigen, doch diese Unternehmer konnten es nicht tun, da es an jüdischen Arbeitern im Lande mangelte. Die Arbeiten gingen nicht vorwärts und man zahlte Konventionalstrafen, schließlich wurde den Unternehmern die Arbeit entzogen und mit arabischen Arbeitern durchgeführt. Es kam vor, daß die Verträge rückgängig gemacht wurden, befvor man mit der Arbeit begann, und daß die Unternehmer Konventionalstrafen zahlten, weil es sich herausstellte, daß diese Arbeit mit jüdischen Händen nicht ausgeführt werden könne. Alle diese Schwierigkeiten waren die Folge der ungenügenden Arbeitereinwanderurig, und hierüber wurde mit der Regierung diskutiert; diese Diskussion hatte auch kleine, verspätete Erfolge, deren Umfang freilich immer ebenso wie der Zeitpunkt den Ereignissen nachhinkte. Inzwischen war der jüdische Arbeiter ausgeschaltet, und wir hatten das Nachsehen. Es entstand die Frage, was zu tun sei. Sollte man sich mit diesem Zustande abfinden und warten, bis auf dem jüdischen Arbeitsmarkte der normale Zustand eintrete — inzwischen würde freilich die arabische Arbeit in die Regierungswirtschaft eindringen und sich die Tradition durchsetzen, daß der jüdische Arbeiter auf dem Regierungsmarkt nichts zu suchen habe — oder sollte man nach Mitteln suchen, um den jüdischen Arbeiter bereits heute in diese Arbeiten eindringen zu lassen. Die Histadruth kam zu uns und erklärte uns: Wir wollen gemeinsame Anstrengungen machen, wollen nicht über eine Formel diskutieren, sondern uns bemühen, die Tradition zu durchbrechen; sie darf sich nicht festsetzen. Die Exekutive machte diese Anstrengungen, und sie hatte Erfolg. Wir erhielten eine Anzahl bedeutsamer Arbeiten für jüdische Arbeiter. Aber die Exekutive hatte den Erfolg nur deshalb, weil sie darauf vertrauen konnte, daß es ein Instrument, eine Organisation gebe, in deren Macht es liegt, diese Arbeit durchzuführen, die erforderlichen Kräfte auch bei Mangel an Arbeitern durch einen moralischen Druck und organisatorische Mittel zu mobilisieren und dies sogar dann zu tun, wenn es mit einem Geldverlust von tausenden Pfund verbunden ist. Dieses Geld kommt nicht vom Keren Hajessod; der Histadruth stehen andere Gelder zur Verfügung. Nur durch diese Kräfte gelang es uns, dieses Jahr wieder in die öffentlichen Arbeiten einzudringen, und der jüdische Arbeiter hat in der Staatswirtschaft bedeutende Arbeiten durchgeführt. Aber welche Organisation kann etwas derartiges durchführen? Vor allem eine Organisation, die sich nicht nur heute für die Arbeit ihren

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