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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1937-01-01 · 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935 · p. Seite 441

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
Date
1937-01-01
Page
Seite 441 (sequence 444)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476292--9485-3485636
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Shertok 441 Die Forderung, daß die Exekutive die ganze Wirtschaft lenke uncj leite, ist jedoch an sich neu und hervorgerufen durch zwei neue Faktoren, die in unsere Wirklichkeit getreten sind. Der eine ist die bedeutende Erweiterung des Umfanges unserer Tätigkeit, der zweite Faktor ist der Weg dieser Exekutive. Die Exekutive glaubt an das \nationafe Kapital. Sie fordert Anstrengungen für das nationale Kapital und will aus ihm ein starkes Instrument machen. Sie fordert für sich besondere Autorität, fordert nationale* Ordnung heim Aufbau des Landes, fordert eine Regelung der nationalen Verantwortung, fordert die Vorherrschaft der nationalen Autorität gegenüber der unumschränkten Freiheit des Individuums. Sic glaubt an die Konzentration der nationalen Kräfte sowohl für die Lenkung der Privatwirtschaft als auch für die Unterstützung der Privatinitiative. Dieser Weg der Exekutive hat der Forderung das Tor geöffnet, ,mit der man sich jetzt an die künftige Exekutive wendet. Wenn wir von diesem Kongreß mit einem größeren Maß an Einigkeit weggehen, als bisher bestand, mit einem größeren Ausmaß gegenseitiger Unterstützung, als bilsher vorhanden war, dann wird die künftige Exekutive besser die Mission erfüllen können, die heute alle Teile der Bewegung fordern un(d hier einmütig zum Ausdruck brachten. Aber es gab hier Worte der Kritik und der Anfeindung, von denen man nicht sagen kann, daß sie ehrlicher Wunsch oder Irrtum sind, derj in der Unkenntnis der Tatsachen wurzelt. Ich möchte einige Bejmerkungen zu der großen Debatte machen, die hier stattfand und die bei uns nicht neu ist, der Debatte über die Histadruth Haowdim in Erez Israel. Ich will darüber nicht als Mitglied der Histadruth sprechen, sondern als einer, den die Bewegung beauftragt hat, in den letzten beiden Jahren eine bestimmte Aufgabe zu erfüllen. Ich werde den Ergebnissen, zu denen ich auf Grund meiner Erfahrungen gelangt bin, nicht das Geringste hinzufügen* etwa weil ich Mitglied der Histadruth bin. Aber andererseits werde ich von diesen Ergebnissen nicht das Geringste unterdrücken aus Furcht, daß jemand sagen könnte, ich spreche so nur, weil ich selbst Mitglied der Histadruth bin. E$ gibt da eine Frage, von der ich sicher bin, daß die Antwort, die ich darauf gebe, theoretisch nicht neu ist, — es ist die Antwort dere,i die ihre Aufgabe in der Leitung der Bewegung vor mir erfüllt haben. Die Frage lautet: Welches ist das Ergebnis der Erfahrungen der zionistischen Politik, und zwar nur der zionistischen Politik in der Frage der Einheit oder Zersplitterung unter den Arbeitern Erez Israels? Die Antwort darauf lautet: Die Allgemeine jüdische Arbeiterorganisation in Erez Israiel ist ein gewaltiges politisches Instrument zun Verwirklichung des Zionismus, und die Einheit unter den jüdischen Arbentern im Lande ist eine -politische Vorbedingung für den Erfolg Wiserer Arbeit. Es gab einen Frontabschnitt — wir stehen noch darin — den Frontabschnitt der öffentlichen Arbeiten der Regierung. Wir alle kommen mit Forderungen an das Regierungsbudget, wir alle kommen mit der Forderung an die Exekutive, wenn sie nicht genug tut, um

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