Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
- Date
- 1937-01-01
- Page
- Seite 438 (sequence 441)
- Language
- German, English, Hebrew
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438 / j. Kongreß-Sitzung: Generaldebatte jüdisches Kapital, jüdische Initiative, jüdische Anstrengungen für die Aufnahme einer Einwanderung von Juden geschaffenen Arbeits-Möglichkeiten — daß wir uns, je besser uns dies gelingt, desto leichter vor» dieser Gefahr werden retten können. Unsere Politik muß einen schweren Hammer heben, aber dieser Hammer muß auf einen festen Amboß niedergehen, den festen Amboß der Weigerung des jüdischen Jischu\\\ sich einer Methode zu unterwerfen, die ihm arabische Arbeit aufzwingt und ihm die Freiheit nimmt, die allen Völkern der Welt gewährt ist, ihre Arbeit mit eigener Hand zu verrichten. Auch auf dem Gebiet der Alijah müssen wir noch immer unaufhörliche politische Anstrengungen machen, und für das Gelingen dieser Anstrengungen brauchen wir eine geeinte Front innerhalb des Jischinv. Es gibt Parteien, deren Vertreter hier Worte der Kritik hören ließen, was wir in dieser Hinsicht hätten tun und wie wir zum Zusammenschluß dieser Front härten beitragen können, aber sie selbst haben im Laufe dieser beiden Jahre durchaus nicht alles, was sie hätten tun: können, getan, damit ihnen das volle moralische Recht zustehe, hier ihre Kritik hören zu lassen. Man hat hier die Gefahr hervorgehoben, die mit der Verminderung der pidischen Sicherheitsorgane im Lande verbunden ist. Diese Kritik kommt ein wenig zu spät. Die Exekutive hat diesem Mißstand ihr Augenmerk zugewandt; sie hat freiwillige Kräfte aufgerufen, und es ist ihr gelungen, eine jieue Mobilisierung, von Freiwilligen für die Poi lizei in Palästina zu organisieren. Nach dem etwa Jahre lang stetig anhaltenden Rückgang der Zahl der jüdischen Polizeikräfte ist jetzt in der letzten Jahreshälfte ein Ansteigen zu konstatieren. Sie werden darüber Zahlen im Rechenschaftsbericht finden. Zum ersten Mal haben wir eine jüdische Mehrheit in der Polizeischidg in Jerusalem, jener Stelle, von der aus Polizisten in die verschiedenen Teile des Landes geschickt werden. Wir haben dazu Menschen von der Arbeit holen müssen; denn es ist jetzt unmöglich, in Palästina gutqualifizierte junge Juden zu finden, die keine Arbeit haben. Wir haben sie von der Arbeit aus den Kibbuzim und aus den Kolonien geholt und an diese Front geschickt. Sie gingen als Chaluzim, als Vollstrecker einer nationalen Pflicht. Wir helfen ihnen, ihre Aufgabe zu erfüllen. Auch für diese Hilfe besteht eine Verpflichtung der Gesamtheit. Man hat hier Worte der Kritik gegen die Exekutive gehört, weil sie gewisse Demonstrationen und Zusammenstöße mit der Polizei tadelte, die zu bestimmten Zeiten in Palästina vorgekommen sind. Wir wissen, daß es schwere Tage gab, Tage, an denen — um den Ausdruck unserer Leute zu gebrauchen — „Jagden, Zouristenjagden" veranstaltet wurden. Das rief große Erbitterung in der Oeffentlichkeit hervor, aber nicht alle Aeußerungen dieser Erbitterung waren richtig., gerecht und zweckentsprechend. Wir haben in Erez Israel nicht die Freiheit, unseren Zorn in Ausbrüchen zu entladen, wie es uns gerade gefällt, und wir müssen uns vor Zusammenstößen mit der Polizei, sowohl der jüdischen wie der arabischen und englischen hüten. Die Exekutive hielt äs nicht für richtig, den Groll der Bevölkerung, ihre i I ß