Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
- Date
- 1937-01-01
- Page
- Seite 437 (sequence 440)
- Language
- German, English, Hebrew
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Weizmann, Goldmann, Shertok U7 recht gewehrt haben, das uns zugefügt wurde. Man hat den Erfolg der Exekutive auf dem Gebiet der Einwanderung hervorgehoben. Diesen Erfolg verdanken wir unserem Werke. Alles, \vas die Exekutive tun konnte, war, das ganze Gewicht der wirtschaftlichen Tatsachen, die wir im Lande geschaffen haben, politisch zu mobilisieren und den immer stärker werdenden Druck der jüdischen Not, das steigende Streben der vertriebenen und entwurzelten jüdischen Massen, ins Land zu kommen und hier einen Halt zu finden, zu politischem Ausdruck zu bringen. Aber man sagt, wir hätten nicht genug gegen eine andere Einwanderung gekämpft, die in dieser Zeit erfolgte, gegen dh Einwanderung billiger Arbeitskräfte aus den Nachbarländern. Ich habe diesen Aeußerungen der Kritik aufmerksam gelauscht und muß gestehen, daß ich darin nichts Neues gefunden habe. In dem Rechenschaftsbericht, den wir Ihnen über unsere Tätigkeit auf diesem Gebiete vorgelegt haben, haben wir mitgeteilt, wie wir in dieser Sache mit der Regierung gesprochen, was wir ihr geschrieben haben, und ich glaube nicht, daß die Worte, die hier zu hören waren, sich an Schärfe des Ausdrucks mit denen vergleichen lassen, die wir gegen diesen Uebclstand gebraucht haben, und mit der scharfen Warnung vor den damit verbundenen Gefahren, die wir vorbrachten. Die künftige Exekutive wird zweifellos in dieser Hinsicht weiter auf dem Posten sein. Aber Sie und wir alle werden wissen müssen, daß wir vor einer sehr ernsten Erscheinung stehen. Erez Israel ist der einzige Fleck auf der Fläche des mittleren Orients, wo ein großes Kolonisationswerk verwirklicht wird, ein Werk der Entwicklung, dem Kapital zuströmt, auf das sich Arbeitskräfte, Kräfte wirtschaftlicher Initiative und wissenschaftliche Kräfte konzentrieren. Es ist daher natürlich, daß dieses Land zum Magneten wird für die Nachbarländer, die in Elend und Unwissenheit leben. Wir werden alle weiter auf der Wacht stehen und um jede Möglichkeit kämpfen, die das Land für die Festsetzung arbeitender Menschen bietet, damit die jüdische Einwanderung einen Boden finde. Das ist unser Recht, und dafür werden wir kämpfen. Wir werden den benachbarten Ländern und ihren Regierungen sagen, daß in dieser illegalen Einwanderung, die durch den Druck der Armut, durch Jahre der Dürre, \durch ein teilweise^ Hungerdasein im Norden, Osten und Süden von Palästina verursacht wird, eine Gefahr nicht nur für das Land, sondern auch für die Nachbarländer liegt. Denn wenn sie sich nicht, so lange es noch Zeit ist, selbst dazu aufraffen, Anstrengungen für die Besiedlung und Erschließung zu machen, wenn sie nicht selbst die Schätze der Wissenschaft und die Kräfte des Kapitals verwenden, die in den Orient gehen» die nach Erez Israel kommen und auch bereit sind, in seine Umgebung zu gehen, dann stehen diese Länder vor der Gefahr, allmählich ihre Bevölkerung zu verlieren und immer mehr zu verarmen. Wir müssen uns jedoch auch darüber klar sein, daß wir in dem Maße, in dem es uns gelingt, die innere Front unseres Jischuw für da$ Werk, das jetzt realisiert wird, zusammenzuschließen, die Wachtfront zu bilden, im Innern eine Mauer aufzurichten zum Schutze der durch