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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1937-01-01 · 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935 · p. Seite 422

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
Date
1937-01-01
Page
Seite 422 (sequence 425)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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422 14, Kongreß-Sitzung: Generaldebatte Außerdem aber ist die Meinung, wir hätten die Revisionisten vertrieben, überhaupt falsch. Warum dieses kurze Gedächtnis? Haben wir den Konflikt wegen der Disziplin nicht seit Jahren? Haben Sie nicht selbst im Jahre 1930 dem Disziplinbeschluß des A.C. zugestimmt, ebenso im Jahre 1932t und bei der letzten Sitzung des A.C.? Und ich sage, es ist ein Unrecht, daß Sie das selbst zunichte machen. Wir haben große Geduld bewiesen, wir haben das Gesetz nicht bis auf das I-Tüpfielchen in Anwendung gebracht. Und manche Herren, die uns heute angreifen, haben uns damals vorgeworfen, wir zögen nicht die vollen Konsequenzen. Wir haben niemanden ausgeschlossen, nirgends ist ausgesprochen, daß die Revisionisten aus der Zionistischen Organisation ausgesperrt sind. Aber jeder Zionist hat gleiche Rechte und Pflichten x und wer in der Zionistischen Organisation sitzt, muß ein Minimum an Disziplin akzeptieren. Eines haben wir den Revisionisten gesagt: „Privilegien werdet Ihr nicht haben, ebensowenig wie irgendeine andere Gruppe." Wir haben sie nicht ausgeschlossen, und auch nach ihrem Weggehen sind ihnen unsere Türen nicht verschlossen. Jeder Revisionist konnte den Schekei bekommen, und solcher gab es nicht wenige. Ich kenne Fälle von revisionistischen Marranen, die in den Städten Polens zu uns kamen und baten: „Gebt mir einen Schekei, aber erzählt es niemandem!44 Die Tür steht ihnen auch heute offen, die Zionistische Organisation schließt auch heute niemanden aus, aber auch heute ist sie entschlossen, niemandem Privilegien einzuräumen (Beifall). Und ivenn jemand glaubt, hier und dort sein zu können, so irrt er. Wer "der Zionistischen Organisation angehört, kann der Organisation derer, die von hier desertiert sind, nicht angehören (Beifall). Ein Wort an Herrn Bernstein aus Holland! Herr Bernstein, man kann nicht in Holland hart und in Luzern weich sein. Herr Bernstein hat ein ungewöhnliches organisatorisches Gefühl. Er ist eine Art organisatorischer Dyhart der Zionistischen Organisation in seinem Lande. Und dieser Herr Bernstein, der uns vorwirft, die Revisionisten ausgeschlossen zu hjabpn, hat die Revisionisten, noch bevor sie von uns gingen, in seinem eigenen Lande aus der Organisation ausgeschlossen, weil sie gegen seine und unsere Instruktionen die Petitionsaktion durchgeführt haben. Wenn das konsequent ist, will'ich der inkonsequenteste Mensch der Welt sein. (Zivischenruf: Und der Misraciii?) Ich bin Ihnen für den Zwischenruf dankbar. Wer zwischen den Zeilen lesen kann, wird verstehen, daß ich nicht aus dem hohlen Fasse redete, als ich sagte, man könne nicht hier und dort gleichzeitig sein (Beifall). Also als erste Tatsache muß man feststellen: der Disziplinschekel hat sich durcJigesetzt. Wenn man diejenigen Länder, in denen infolge Aufstellung von Einheitslisten der Wahlakt unterbleiben konnte, unter Annahme einer gleichen Wahlbeteiligung wie in den anderen Ländern mit in Rechnung stellt, ergibt sich in diesem Jahre eine Wählerzahl von weit über 700.000, d. h. von etwa 200.000 mehr als im Jahre 1933. Zionisten sollten sich doch den kleinen Feiertag gönnen, dert wir haben; ist es doch ein großer Sieg des Zionismus, ist doch diesee

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