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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1937-01-01 · 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935 · p. Seite 421

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
Date
1937-01-01
Page
Seite 421 (sequence 424)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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Locker 421 Man hat auch sehr viel Angriffe gegen die Disziplinklausel auf dem Schekel dieses Jahres gerichtet. Ich will eine Tatsache konstatieren: Alle Warnungen, daß man den Schekel nicht kaufen werde, daß die Zahl der Wähler sinken werde, wenn die Disziplinklausel auf den Schekel gesetzt würde, sind durch die großen jüdischen Volksmassen zunichte gemacht worden. Die Tatsache, daß wir eine Million Schekelzahler haben, ist nicht nur ein Beweis für das Wachstum der zionistischen Bewegung, sondern auch ein Beweis dafür, daß die Juden, die an Erez Israel interessiert sind, verstehen, daß man ohne Disziplin nicht auskommen kann — und sie haben diesen Schekel mit der Klausel und mit der Disziplin willig akzeptiert. Der Kongreß vertritt die größte Zahl zionistischer Wähler, die ein Kongreß jemals vertreten hat, und der Austritt der Revisionisten hat auf die Zahl der Schekalim, der Wähler und Delegierten nicht den geringsten Einfluß gehabt; im Gegenteil: alle drei Ziffern sind außerordentlich gewachsen. Das heißt aber nicht, daß der Atistritt der Revisionisten eine gleichgültige Sache ist. Es kann sein, daß manche meiner eigenen Freunde unzufrieden sein werden, wenn ich sage, sie ist uns durchaus nicht gleichgültig. Es ist ein Zeichen einer Lage im Zionismus* die nichb als normal bezeichnet werden kann. Ein Teil — ich weiß nicht, wie bedeutend dieser Teil ist, weil ich nicht weiß, welcher Teil der revisionistischen Wähler auch diesmal gewählt hat — ein gewisser Teil also ist außerhalb des Kongresses geblieben und „macht Schabbes für sich". Der Vorwurf aber, den hier Dr. Schwarzbart — ich weiß nicht, ob im eigenen Namen oder im Namen seiner Gruppe — erhoben hat und der auch von Herrn Bernstein aus Holland aufgenommen wurde, daß wir die Revisionisten vertrieben hätten, dieser Vorwurf ist unberechtigt. Ich will Dr. Schwarzbart, der hier von der Krise der zionistischen Bewegung sprach, sagen, daß es ein Zeichen jener Krise ist, wenn gewisse Führer anders auf dem Kongreß und anders in der Zeitung reden. Gewisse Führer greifen uns im A.C. und auf dem Kongreß wegen Beschlüssen an, die mit ihrem vollsten Einverständnis gefaßt wurden. Auch diese doppelte Buchführung ist ein Zeichen der moralischen zionistischen Krise, und Herr Dr. Schwarzbart und die anderen, die diese Praxis üben, sind Opfer dieser Krise. Ich will feststellen, daß in der ganzen Frage kein einziger Schritt unternommen wurde, mit dem Dr. Schwarzbart und seine Freunde nicht einverstanden gewesen wären. Ich will nicht sagen, daß wir auf ihre Zustimmung gewartet haben. Wir haben die Disziplinklausel früher gedruckt. Aber sie selbst haben uns, als wir mit ihnen in London verhandelten, vorgeschlagen, daß wir das tun sollen. (Rufe: Hört, hört!) Es ist eine merkwürdige doppelte Buchführung. Es tut mir leid, daß ich darüber reden muß, aber ich will feststellen, daß wir in dem Geist einer ganzen Reihe von Artikeln gehandelt haben, die Dr. Schwarzbart und seine Freunde in der Presse schrieben. Und ich war glücklich, zu fühlen, daß wir in dieser Frage die Meinung und den Willen des größten Teiles der Zionisten verwirklichten. Noblesse oblige! — solche Sachen zieht man nicht zurück! Scripta manent.

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