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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1937-01-01 · 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935 · p. Seite 419

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
Date
1937-01-01
Page
Seite 419 (sequence 422)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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/. Grünbaum, Locker 419 Taten, alle Eure Taten, nach dieser Wahrheit richten, um sie im Leben zu verwirklichen (Lebhafter, anhaltender Beifall). BERL LOCKER (Mitgl. d. Exekut. — spricht jüdisch): Die Opposition müßte mir eigentlich ganz besonders dankbar sein. Als ich ihre Redner hörte, dachte ich darüber nach, was sie wohl getan hätten,: wenn es kein Organisations-Departement gäbe. Dann wäre die Opposition beschäftigungslos. Wenn sie überhaupt etwas zu sagen hatte, konzentrierte sie es fast gänzlich auf die Angriffe auf das Departement das zu leiten ich die Ehre hatte. Aber auch darin hatte sie nicht viel Glück. Soweit ich sehe, kann ich ihr nicht sehr dankbar sein. Sie hat mir nicht genug Material für meine Rede gegeben. Der Angriff ging in mehreren Richtungen vor sich; vor allem gegen jene Institution, die so alt ist wie die Zionistische Organisation, gegen den Schekel. Herr Dr. Schwarzbart, der doch hier den reinen Allgemeinen Zionismus vertritt, erklärt, wahrscheinlich aus reinem Patriotismus, wenn wir uns der Million Schekel rühmen, die wir dieses Jahr erreicht haben, so sei dies nicht mehr als Kosmetik (Zwischenrufe). Zwei kleine Bemerkungen an alle, die Zwischenrufe machen: i. Ich habe in der ganzen Debatte keinen Zwischenruf gemacht. 2. Mit Zwischenrufen werden Sie nur meine Redezeit verlängern. Wenn Herr Dr. Schwarzbart sich schlecht interpretiert fühlt, wird er berichtigen können. Auf diese Angriffe gegen den Schekel hat aber Herr Dr. Schwarzbart und seine Eileunde kein Monopol, sie sind auch von unserem Freunde Rothenberg aus Amerika erfolgt. Er ist sehr weit gegangen und hat eigentlich vorgeschlagen, daß man den Einheitsschekel abschaffen und das alte System wieder einführen soll, bei dem jede Partei so vielf Mandate bekommt, wie sie Schekel verkauft hat. Ich weiß nicht, ob das die Struktur des Kongresses sehr stark ändern würde. Denn es gibt in der zionistischen Bewegung keine Möglichkeit, die Diktatur einer Alinderheit und das ungleiche Wahlrecht einzuführen. Noch weniger aber ist es möglich, das Wahlrecht abzuschaffen und nach gewissem Muster den „totalen Staat" einzuführen. Es wird also kein Mittel geben, um die wirkliche Kräfteverteilung in der zionistischen Bewegung zu beseitigen, die heute vorhanden ist und dazu geführt hat, daß eine gewisse Richtung, der anzugehören ich die Ehre habe, fast die Majorität dieses Kongresses bildet. Jeder hat das: Recht, eine Aenderung anzustreben, aber er muß das mit geistigen Mitteln tun und Geister und Herzen zu gewinnen suchen. Mit künstlichen Mitteln (Zwischenruf: Gratisverteilung der Schekel), insbesondere mit der Abschaffung des Einheitsschekels, würde die Rückkehr zu dem Zustand herbeigeführt werden, bei dem der Kongreß unmöglich die wirkliche Kräfteverteilung widerspiegeln konnte, da die Parteien die Mandate offiziell nicht für Stimmen, sondern für Schekalim bekämen. Eine Rückkehr zu diesem Zustand wäre nicht im Interesse der zionistischen Bewegung. Ich bin freilich überzeugt davon, daß sich auch dann an der gegenwärtigen Kräfteverteilung nur wenig ändern yi%

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