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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1937-01-01 · 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935 · p. Seite 418

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
Date
1937-01-01
Page
Seite 418 (sequence 421)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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418 14. Kongreß-Sitzung: Generaldebatte Palästina befinden, Angehörige haben, und daß es unmöglich ist, den Arbeitern im Lande die schwere Last aufzuladen, ihre Brüder und Schwestern in der Diaspora zu ernähren. Ich habe leider keine Zeit, auf dieses Kapitel im einzelnen einzugehen. Seine allgemeine Bedeutung ist noch größer als seine Bedeutung für die Arbeiterschaft im» Lande. Ein Prinzip ist festzuhalten: der Verwandte, der Bruder, die Schwester, der Schwager, die Schwägerin im Alter von über 18 Jahren müssen gleichfalls Arbeiter sein, und wenn sie es nicht sind, muß man sie dadurch, daß man ihnen Zertifikate verweigert, dazu zwingen, daß sie Arbeiter werden und einen Beruf verstehen. Und wenn sie kein Fach können, dann müssen sie es eben lernen, sonst bekommen sie keine Zertifikate. Ich möchte die Zertifikate in zwei Gruppen gliedern: 50 Prozent für die Chaluzim und 50 Prozent für Arbeiter aller Kategorien, und ich hoffe, daß es zwischen uns darüber keinen Streit geben wird. Ich wollte noch einige Fragen besprechen, aber ich will meinem Kollegen Locker nicht die Zeit fortnehmen. Nur eine Forderung bezüglich der ]emeniten sei noch besprochen. Herr Badichi behauptete hier, die Exekutive habe den Beschluß des Kongresses und dz$> Aktionskomitees vereitelt. Das ist nicht richtig. In dem Beschluß heißt es, daß wir die beiden Parteien unter den Jemeniten zu einem Uebereinkommen über ihre Beteiligung an einer Alijah-Kommission bringen sollen. Wir haben uns darum bemüht, es ist uns aber nicht gelungen, und wir sind zu dem Entschluß gelangt, daß eine Konferenz der Jemeniten Palästinas zusammentreten soll, die ihre Vertreter für die AlijahrKommission wählen soll. Der Vorwurf des Herrn Badichi war also ungerechtfertigt. Mit einigen Sätzen möchte ich endlich noch davon sprechen, in welcher Periode wir uns hinsichtlich der Alijah heute befinden. Bisher hatten wir es nur mit der Regelung der Alijah zu tun, heute haben wir es auch mit der Regelung des Exodus zu tun. Das hat schon Kaplan gesagt, ich wiederhole seine Worte. Es gibt einen großen Unterschied zwischen der Alijah bis zur letzten Periode und der heutigen1 Masseneinwanderung, und ich hoffe, daß diese sich noch vergrößern wird. Heute besteht für uns die Notwendigkeit, den Exodus der Juden aus verschiedenen Ländern zu organisieren, den Exodus der Juden aus Deutschland, den der Juden aus dem Jemen, den der Juden aus den kleinen Ländern, wie Afghanistan usw. Wir müssen auch den Exodus des Ueberschusses der Juden, der sich in Ländern wie Polen, Rumänien und anderen ost- und mitteleuropäischen Ländern angesammelt hat, regeln. Der Zionismus verwandelt sich in der Zeit der Verwirklichung in eine Bewegung des Auszugs aus den Ländern der Diaspora nach Erez Israel. Bei der Alijah hatten wir es mit den Auserwählten des Volkes «zu tun, die den Weg frei machten, jetzt, da wir den Auszug organisieren, haben wir es mit den Massen des Volkes zu tun, mit dem ganzen Volke. Wir sind zu unserem Glück so weit gekommen, daß wir an eine Organisation des Auszuges denken müssen. Ihr, Freunde aus allen Parteien, müßt diese Wahrheit verstehen und alle

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