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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1937-01-01 · 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935 · p. Seite 412

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
Date
1937-01-01
Page
Seite 412 (sequence 415)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476292--9456-3485607
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412 14- Kongreß-Sitzung: Generaldebatte unserer Organisation zu identifizieren. Denn schließlich gehörten der Exekutive in verantwortlichen Ressorts auch Männer an, die nicht Angehörige des sozialistischen Flügels der Zionistischen Organisation sind. Demgemäß muß man bei der Beurteilung der Arbeit der Exekutive zu dem Resultat kommen, daß ihre Arbeit auf politischem und finanziellem Gebiete und dem der Einwanderung durchaus nicht von einem engen Parteigesichtspunkt aus erfolgte, sondern diktiert war von der Sorge für die Interessen des gesamten jüdischen Volkes. Es wurde hier gesagt, auf der einen Seite sitze eine Klasse, auf der anderen das Volk. Das ist unrichtig. Sowohl auf der einen wie auf der anderen Seite sind Menschen und Gruppen vorhanden, welche weite historische und nationale Perspektiven vor sich sehen, und solche, die engere Interessen vor Augen haben. Beide Teile bringen ihre Unzufriedenheit zum Ausdruck. Auf der einen Seite war ihre Opposition brutal und offen, auf der anderen Seite still und heimlich. Diese Wahrheit will man nicht wahr haben, aber sie darf nicht verschwiegen werden. Ich wiederhole: Von dieser Seite (nach rechts deutend) wurde der Kampf brutal und illoyal geführt. Dr. Schwarzbart behauptet zwar, daß er sachlich und loyal sei, man hat aber bereits gestern einige Beispiele davon hier im Kongreß angeführt, und ich möchte sie noch um einige wenige vermehren: War die Haltung des Weltverbandes der Allgemeinen Zionisten zur Arlosoroff-Aktion loyal? Dr. Schwarzbart hat mit honigsüßen Worten der Exekutive für ihre Haltung im Kampf gegen den Legislative Council gedankt, aber am Vorabend des Kongresses las man es in seinem Organ anders (Beifall). Wenn Dr. Schwarzbart in seinem Verband eine Gruppe toleriert hat, welche die revisionistische Petition unterstützte, war das sachlich und loyal? (BeifalK) Es gab hier Verhandlungen mit dem Misrachi, es wurden Ultimaten gestellt, und man ist über diesen schwierigen Punkt hinweggekommen. Wenn wir ebenfalls diesen Weg der Ultimaten und ein wenig Chantage benützen wollten... (Lebhafte Unruhe und Ziviscbenrufe des Misrachi). VORS. VIZEPRÄS. DR. MOSSINSON (der während dieser Rede den Vorsitz übernommen hat): Herr Delegierter, ich kann solche Ausdrücke nicht gestatten. MOSCHE KLEINBAUM (fortfahrend): Ich ziehe den Ausdruck zurück. Ich sage aber: wir werden Euch nicht zur Generaldebatte, nicht zu den Kommissionen, nicht zu den Instanzen des Kongresses zulassen, wenn Ihr nicht vorher öffentlich Euren Boykott gegen die zionistischen Fonds widerruft (Beifall). Man wollte die Exekutive aushungern, sie zum Bankrott bringen, und dazu war Euch jedes Mittel heilig. Aber es half nichts, die Exekutive hat mehr geleistet, als sie in ihren Manifesten versprochen hat, mehr, als die Wähler erwarteten. Und jetzt, wo Ihr seht, daß alles vergebens war, sprecht Ihr vom Frieden und beklagt Euch über die Kampfmethoden, welche die anderen verwenden. Wir sind zum Frieden, zu einer Koalition bereit, wir sind bereit,

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