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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1937-01-01 · 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935 · p. Seite 409

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
Date
1937-01-01
Page
Seite 409 (sequence 412)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476292--9453-3485604
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Riftin, Wohl 409 zu gestatten, englisch zu sprechen. (Englisch fortfahrend): Diese erhabene Tribüne wurde von dem unsterblichen Herzl nicht zur Veranstaltung eines Redefeuerwerks geschaffen, auch nicht als Arena für große Kämpfe, sondern zu dem Zwecke, uns Juden von allen Enden der Welt zusammenzubringen, um zu beraten und zu gemeinsamen Beschlüssen zu kommen, um die Aufmerksamkeit der Welt auf unsere Nöte zu lenken und uns nur um eines zu bemühen: die schleunige Erlösung Erez Israels für Millionen von Juden, die verzweifelt nach einer Heimat suchen, einer Heimat für den Körper und für die Seele. Ich möchte im Namen der Liga für das Arbeitende Palästina in den Vereinigten Staaten sprechen, und zwar sowohl von den unerhörten Leistungen der gegenwärtigen Exekutive wie von unserer Solidarität mit den schaffenden Kräften Erez Israels. Und Sie werden mir gestatten, daß ich diesem Kongreß ein paar Vorschläge unterbreite, die uns in dieser Stunde von Nutzen sein können. Lassen Sie uns für einen Augenblick alle parteilichen Bitternisse vergessen und die Dinge betrachten, wie sie sind. Uns gegenüber steht ein Heer von Feinden, die entschlossen sind, uns zu vernichten, zu degradieren, zu diffamieren. Ich habe nicht genug Zeit, das ganze jüdische Elend zu beschreiben, aber ich überbringe ihnen die Botschaft von 500.000 Männern, Frauen und Kindern, die in Terror und Todesangst leben. Ich kann Ihnen als Augenzeuge sagen, daß Worte diese furchtbare Tragödie nicht zu beschreiben vermögen. Die Welt wankt in ihren Grundfesten, und niemand weiß, was morgen geschieht. Die Regierungen hören nicht auf unseren Schrei nach Gerechtigkeit und Gnade. Jedermann muß einsehen, daß wir alle Nerven anspannen müssen, um uns selbst zu helfen. Wir haben mit dem Werk begonnen; die Abteilung für die Ansiedlung deutscher Juden in Erez Israel leistete wundervolle Arbeit. Jeder Jude, der aus diesen Schrecken herausgeführt wurde, gibt seinen Freunden und Verwandten Hoffnung, daß auch sie bald gerettet werden. Heute ist das die einzige Quelle des Mutes und der Ausdauer für die Betroffenen. Und was bedeutet diese Haawara, dieses Transfer-Unternehmen? Es bedeutet den „Pidjon Schewujim", die Auslösung der Gefangenen, es bedeutet Freiheit und Leben. Auch ich war mißtrauisch gegen dieses Unternehmen; aber wir müssen der düsteren Wirklichkeit der Situation ins Auge sehen, man muß ins Palästina-Amt gehen, wie ich es tat. Man muß diese Männer und Frauen gesehen haben, die zu «uns kommen rhit flehenden Lippen: Helft uns, nach Palästina zu kommen! Hätten Sie die Hoffnung zerstören wollen, hätten Sie sich geweigert, ihnen ihre geringen Mittel zu transferieren, hätten Sie es mitansehen können, wie die Kinder der Jugend-Alijah verschmachten und im Gift des Hasses und der Verfolgung zugrunde gehen? Ich habe diese Kinder in Deutschland und in Erez Israel gesehen, ich habe die Kwuzoth besucht, ich habe wundervolle Tage in ihrer Mitte verbracht, und ich bin davon überzeugt, daß die Leistungen von Miß Szold und ihren Mitarbeitern den Dank eines jeden von uns verdienen (Beifall). Diese Aufgabe einer beschleunigten Jugend-Alijah kann nicht

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