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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1937-01-01 · 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935 · p. Seite 394

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
Date
1937-01-01
Page
Seite 394 (sequence 397)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476292--9438-3485589
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394 ij. Kongreß-Sitzung: Generaldebatte litischen Herrschaft, der „Hausherrenschaft". Der Redner hat sogar in einem Hexenspiegel die Zerstörung gesehen, die Erez Israel droht, wenn es sich einzig und allein auf die Arbeit stützt. Aber der geehrte Redner hat vergessen, daß es einen Unterschied gibt zwischen Arbeit und Arbeit, zwischen der natürlichen, an den Boden gebundenen Arbeit, die in Erez Israel verwurzelt ist, und der unnaturlichen Arbeit in der Diaspora, die in der Luft hängt. Er hat vergessen, daß die Arbeit in Palästina die Reaktion auf die Arbeit in der Diaspora ist, er hat die Hauptsache vergessen, daß jene Oesterreicher, unter denen Herr Stricker wohnt, Hausherren in der Tschechoslowakei waren und die Deutschen und die Russen Hausherren in Polen und die deutschen Barone in den Ländern des Baltikums. Als jedoch der Tag kam, da man den Völkern neue Grenzen setzte, da verloren die Hausherren ihren Sitz, und auf ihrem Boden blieb das arbeitende, das werktätige Volk, der Bauer, jener entscheidende Teil des Volkes, der seit je auf dem Boden lebte. Wir sind Herzlianer, wir bekennen uns zur Idee dets Judenstaates, und deswegen nehmen wir die verfälschte Lehre der Judenstaatspartei nicht an. VORS. VIZEPRÄS. DR. MOSSINSON (den Redner unterbrechend : Es ist verboten, hier einen Ausdruck wie „verfälscht14 zu gebrauchen. ABRAHAM LEVINSOHN ()'ortfahrend): Also nicht verfälscht, sondern entstellt. Gerade im Sieg des Zionismus im Judentum und int Sieg der Idee der Arbeit innerhalb des Zionismus sehen wir die Verwirklichung der historischen Prognose, wie sie vom Schöpfer des Zionismus Israel gestellt wurde, und diese Prognose besagt erstens, daß es für das jüdische Volk in der Diaspora keine Rettung gibt, zweiten-, * daß nicht das ganze Volk nach Zion gehen wird, sondern nur die Aermsten des Volkes, die seinen Hauptteil ausmachen — es ist klar, daß wir unter diesen Aermsten auch den Mittelstand einbegreifen, der zusammen mit den Schichten der Arbeiter die Majorität des Volkes ausmacht, — drittens, daß dieses Volk unter der Fahne der Arbeit nach Palästina kommen wird, im Namen jener Idee der Arbeit, die symbolisch in der Form der sieben Sterne auf der Fahne des Schöpfers des Zionismus zum Ausdrucke kommt. Wir stehen vor gewaltigen Aufgaben. Während der nächsten Jahrzehnte müssen wir die historische Aufgabe zu Ende führen, die dem Volke gesetzt ist. Um sie zu verwirklichen, brauchen wir eine Vereinigung und Mobilisierung aller Kräfte des Volkes. Diese Kräfte teilen sich ganz allgemein in zwei Gruppen: einerseits die Gesamtheit, und andererseits das Individuum. Sowohl die Gesamtheit wie auch das Individuum bauen das Land. Aber man darf die Grenzen nicht verwischen. Es ist verboten» den Grundsatz der Gesamtheit des Volkes mit dem der Individualität durcheinanderzubringen: einerseits — Masseneinwanderung des Volkes, andererseits — eine chaluzische arbeitende Einwanderung, einerseits — eine Einwanderung der Massen, bei denen der Bau des Landes dem Aufbau ihrer Einzelexistenz voran-

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