Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
- Date
- 1937-01-01
- Page
- Seite 393 (sequence 396)
- Language
- German, English, Hebrew
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Scbmorak, Hamiin, Levinsohn 393 auf undemokratische Weise gewählt, und damit war alles erledigt. Aber wir sehen den großen Nutzen, den die Einführung des Einheitsschckels gebracht hat. Jetzt haben wir 1,200.000 Schekelzahler. Wir haben Gelegenheit, einen wirklich demokratischen Zionismus mit allgemeinen Wahlen zu praktizieren, und die Delegierten werden nicht mehr im engen Kreise ernannt. Der allgemeine Schekel wird bleiben, die Demokratie im Zionismus wird weiter gesichert werden, und ich hoffe, daß auch die amerikanischen Zionisten zum nächsten Kongreß 100.000 Stimmen aufbringen werden. Es sind hier Bemerkungen über den Zustand des Keren Hajessod ht Amerika gemacht worden. Herr Rothenberg hat den Eindruck erweckt, als liege die Ursache für das Versagen des K.H. in Amerika darin, daß es noch andere Fonds gibt; nach seiner Ansicht herrscht kein richtiges Verhältnis zwischen K.H'* und K.K.L., außerdem schadeten die Parteifonds. Wenn Herr Rothenberg damit die Sammlungen unserer Arbeiterpartei meint, so hat die Vereinigte Gewerkschafts-Kampagne die Einnahmen des K.H. nicht nur nicht vermindert, sondern dem Zionismus und Erez Israel Tausende jüdische organisierte Arbeiter zugeführt, die früher dem Zionismus ganz fern standen, ja ihn sogar oft bekämpften and nun dank diesem Fonds zum Palästina-Gedanken gekommen sind und auch unsere Aufbauarbeit unterstützen werden. Die Ursache des Rückganges der K.H.-Einnahmen rührt von der unglückseligen Vereinigung mit dem American Joint Distribution Committee her. Das wissen nicht nur die Arbeiterzionisten, sondern auch die Allgemeinen Zionisten. Dadurch wurden die Möglichkeiten des K.H. vermindert. Der K.H. wurde einer einzigen Gruppe in die Hand gegeben. Die Zeiten, da der K.H. die jüdischen Massen in Amerika in Bewegung setzte, sind leider vorüber. Damals war er, besonders durch die Delegationen, die aus Erez Israel und Europa kamen, ein Fonds der Volksmassen, jetzt ist er kleiner geworden, man hat ihn in einen philantropischen Rahmen eingezwängt. Im Namen unserer Partei und unserer Bewegung möchte ich sagen: Der K.H. soll in Amerika ein selbständiger Fonds werden, der seine Propaganda auf breiter Basis macht und an die jüdischen Massen appelliert, die ein starkes Gefühl für Palästina haben. Dann wird das amerikanische Judentum seinen vollen Anteil zum Aufbau des jüdischen Heimatlandes beitragen (Beifall). ABRAHAM LEVINSOHN (Arb., Polen — spricht hebräisch): Einige Worte im Namen der Arbeiterpartei „Hitachduth" in Polen, die sich zur Arbeiterfraktion zählt. Unter den verschiedenen Kritiken und Angriffen auf die Arbeiter, die wir während der letzten Tage gehört haben, ist vielleicht der interessanteste der Angriff des Vertreters der Judenstaatspartei von gestern; denn er galt nicht so sehr den Arbeitern wie gerade der Idee der Arbeit. Die Arbeit, sagte der Redner, hat aufgehört, die Grundlage des Aufbaues im Lande zu sein, und der Beweis dafür sei, daß das jüdische Volk viel Arbeit und Mühe in die Diaspora hineingesteckt hat, und alle diese Mühe sei umsonst gewesen. Statt der Arbeit hat Herr Stricker einen anderen erlösenden Grundsatz für den entscheidenden erklärt, den Grundsatz des Herrseins, der po-