Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
- Date
- 1937-01-01
- Page
- Seite 392 (sequence 395)
- Language
- German, English, Hebrew
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392 / j. Kongreß-Sitzung: Generaldebatte DR. EMIL SCHMORAK (IPeltverb. Allg. Zion.y A.C. — spricht jiidiscJj): D,a Herr Locker sich darüber wundert, daß ich, obwohl er mir bereits die Antwort gegeben hatte, es für nötig hielt, den Kongreß mit dieser Frage zu beschäftigen, muß ich die Sache näher erklären. Wie Sie seilen, ist in der Nachricht der „Palcor44 eine Aeußerung von Dr. Schwarzbart wiedergegeben. Das sind zwei verschiedene Dinge. Vielleicht hat Herr Locker recht, daß „Pulcor" nur die eine Nachricht gegeben hat, aber in der Zeitung war ausdrücklich „Palcor" genannt, und deshalb ist für mich die Aufklärung c es Herrn Locker nicht ganz klar. Und weil tendenziöse Berichterstattung en vorkommen und es in unserem Interesse ist, objektiv zu berichten, habe ich interpelliert. Ich werde mich freuen, wenn es sich herausstellt, daß dem Bericht der „Jüdischen Stimme44 nicht eine Mitteilung der „Pakcr*4 zugrunde liegt. ISAAC HAMLIN (Arb., Amerika — spricht jüdisch): Es ist etwas zu spät, die Generaldebatte weiterzuführen, aber es lohnt sich, ein paar Worte zu sagen, besonders für einen Amerikaner, für einen Vertreter unserer Arbeiterfraktion in Amerika. Es war für uns eine Genugtuung, zu sehen, wie sich heute der Führer der amerikanischen Zionisten nicht nur in die Reihe der Gruppe A gestellt hat, sondern sogar noch übe raier und arbeiterfreundlicher sprach. Wir betonen das mit großer Be friedigung, weil das der Weg ist, auf dem der Allgemeine Zionismus gehen muß; nicht nur, weil die Arbeiter der Hauptfaktor beim Aufbau Erez Israels sind, sondern weil, wie mit Recht betont wurde, wir, wenn wir das jüdische Nationalheim schaffen wollen und von einem jüdischen Volke in Erez Israel sprechen, auch die Grundsätze annehmen müssen, für die der jüdische Arbeiter in Erez Israel kämpft und leidet. Ein jüdisches Nationalheim ohne organisierte jüdische Arbeit in Stadt und Land, ohne Kwuzoth und Moschawim, kann nichts wert sein. Ich würde wünschen, daß jene, die im Namen des Volkes reden und den Arbeiterflügel als Verfechter einer „Klasse44 hinstellen, mit uns ihre Stimme bei diesem Kongreß erheben, um diejenigen zu verdammen, die billige arabische Arbeiter beschäftigen, sich so auf Kosten des Volkes bereichern und dadurch die Einwanderung verkleinern. (Zivischenruf: Irgun Meschuttaf!) Wir sollten diejenigen, die so viel vom Volke reden, dazu einladen, mit uns zusammen in Wort und Schrift überall das zu bekämpfen, worunter Erez Israel heute leidet: Bodenspekulation, Heraufschrauben der Preise und damit Beschränkung der Möglichkeiten des K.K.L. Volk, Land und Arbeit sind miteinander verbunden, und diejenigen, die von Volk und Land reden, müssen auch die große Bedeutung und die historische Rolle anerkennen, die der jüdische Arbeiter in Erez Israel erfüllt. Ich möchte sodann ein paar Worte zu der Rede von Herrn Rothenberg sagen. Wohl sollten Landsleute hier gegeneinander keine Polemik führen, aber in seiner Rede kam eine kritische Bemerkung über die Mißstände vor, die in der Zionistischen Organisation durch den Einheitsschekel entstanden sind. Manche unserer amerikanischen Zionisten wollen zum Parteischekel zurückkehren. Damals ging nämlich alles ruhig vor sich; man verkaufte ein pa)ar Schekel, die Delegierten wurden