Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
- Date
- 1937-01-01
- Page
- Seite 387 (sequence 390)
- Language
- German, English, Hebrew
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Ben Aharon stische Bereitschaft und die Opferwilligkeit immer geringer wird, wer kann — von Trumpeldor über Brenner und Arlosoroff bis zu den letzten Opfern — bei all diesen Dutzenden und Hundertjii von OpTern der Arbeiterbewegung im Zionismus feststellen, daß sie ihr Leben für den oder jenen Teil unserer Idee hergaben? Sie fielen für das Streben, ein neues Leben zu verwirklichen, in dem allein sie die Grundlage für die Verwirklichung des Zionismus, für den Neubau des jüdischen Lebens im Lande sahen. Auch unser Leben und unsere Taten lassen sich nicht analysieren und trennen. Und wenn man in der Golah das Märchen verbreitet, daß die chaluzische Anspannung der Arbeiter in Krez Israel geringer geworden ist, daß die Glanzperiode der Hingabe der Chaluzim hinter uns liegt, so soll all diesen Leuten heute gesagt sein: Nur einj sehr kleine Schicht von jüdischen Arbeitern im Lande ist bis heute auf eine Stufe gelangt, daß sie sich selbst und ihre Familien ernähren, ihren Kindern eine angemessene Erziehung sichern, ja sogar sich eine eigene Wohnung schaffen können. Zehntausende von Arbeitern und Arbeiterinnen in Kolonien, bei Regierungsarbeiten, in Fabriken, insbesondere neue Arbeiter und Arbeiterinnen finden selbst in dieser Periode des Aufschwungs ein schweres Leben. Auch in dieser Periode stehen Zehntausende von Arbeitern in der chaluzischen Front. Und wenn man nun eine Klage über das Sinken der Chaluziuth anstimmt, dann frage ich: was hat die zionistische Bewegung mit all ihren Parteien und Institutionen in diesen Jahren des Aufschwungs getan, um unsere Wurzeln in der chaluzischen Front stärker werden zu lassen? Auch in dieser Periode verließ der Arbeiter die chaluzische Front in den Kolonien, bei Regierungsarbeiten, in der Kolonisationsarbeit, auf dem Meere und am Toten Meere nicht, aber er stand allein und verlassen. Wir haben an diesen Kongreß die grundsätzliche, ernste Forderung zu stellen, daß das zionistische Budget und die Tätigkeit der zionistischen Institutionen Chaluz-Charakter tragen sollen. Die ökonomische, politische und organisatorische Kraft, welche die Zionistische Organisation besitzt, sollen der chaluzischen Front auf dem Lande und bei den Regierungsarbeiten zur Verfügung stehen. Lassen Sie den Arbeiter, der auch in dieser Periode des Aufschwungs seine Bedürfnisse nicht befriedigen kann, nicht im Stiche! Die Zionistische Organisation sollte dem jüdischen Arbeiter, der weder in guten, noch in schlechten Tagen seinen Posten verlassen hat, die Treue halten! Auf diesem Kongreß hat man mehrfach die Frage der Juden in Deutschland berührt. Meine Zeit reicht nicht aus, um dieses schmerzliche und schwierige Problem vor dem Kongreß aufzurollen; aber eines will ich denen sagen, die hier hohe Töne geredet und versucht haben, dieses furchtbare Leid zu Matertal für den Parteikampf zu machen; auch denen meiner Freunde, die diese Frage aus Gewissensqual heraus gestellt haben, will ich es sagen : Das Problem der deutschen Judenheit, so wie es heute vor der zionistischen Bewegung und vor diesem Kongreß steht, und die Forderungen, die diese Judenheit 25»