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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1937-01-01 · 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935 · p. Seite 386

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
Date
1937-01-01
Page
Seite 386 (sequence 389)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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386 ij. Kongreß-Sitzung: Generaldebatte gen dieser Bewegung. Viele dieser Kritiker lobten Ben-Gurions Worte, wandten aber ein, die Taten, die Wirklichkeit des Lebens der Arbeiterbewegung entsprächen diesen theoretischen Erklärungen nicht. Der zweite Teil, der der Bewegung nähersteht und seit Jahren mit ihr zusammengeht, identifiziert sich wohl mit ihren Taten, aber er findet doch einige Fehler in ihren Theorien. Wir sind nicht imstande und haben nicht die Hoffnung, den Kritikern zu beweisen, daß unser Weg und unsere Taten richtig sind Wenn ein Werk, das vor den- Augen der zionistischen Welt errichtet wurde und drei Jahrzehnte besteht, den Kritikern nicht beweisen konnte, was Inhalt, Weg und Ziele der Arbeiterbewegung ist, so werden keine Worte nützen. Vielleicht aber werden sie bei denen nützen, die unserem Weg und unseren Taten verbunden sind, jedoch Fehler in unserer Lehre, in unseren Theorien, finden und sich in letzter Zeit* bemühen, einen Gegensatz zwischen der älteren Generation und den Jungen in der Arbeiterbewegung zu schaffen. Sie sagen, die ältere Ge neration habe ihren Zionismus aus erster Quelle geschöpft, die zionistischen Quellen hingegen, aus denen die junge Generation schöpfe, seien schwach; sie finde ihre Nahrung im aktuellen, politischen Leben der internationalen Welt. Diese Versuche, die auch auf diesem Kongreß gemacht wurden, und die Worte, die wir aus dem Munde eines bedeutsamen Teiles des progressiven Zionismus gehört haben, entbehren jedes Sinnes. Es ist richtig, daß wir, die Jungen in der Arbeiterbewegung, ebenso wie die Jungen in allen anderen Bewegungen, nicht in diese Bewegung eingetreten sind, um uns an der Geschieht? und den Taten unserer Vorgänger zu erfreuen. Was wir, die junge Generation, von unseren Führern und Meistern gelernt haben, fordert von uns nicht Unterwerfung unter ihre Lehren und Taten. Unsere Lehre ru'ft uns zu neuen Taten auf, zum Suchen neuer Wege und zu erneuter Anstrengung für das Werk, in dem wir mitten drin stehen Die letzten Jahre in der Geschichte der Welt und des jüdisch eil Volkes haben uns, die junge Generation, gelehrt, mit größter Hart näckigkeit auf unsere Güter zu achten. Unser Platz ist in der zionistischen Bewegung und in der Arbeiter bewegung von JErez Israel. Aber wenn man mit oberflächlichen Maßstäben kommt und messen will, wie hoch der Prozentsatz des Zionismus und wie hoch der des Sozialismus in unserem Leben ist, so müssen wjr entgegnen, daß wir diese mechanische und oberflächliche Scheidung in unserer Bewegung nie gekannt haben und nicht wissen, wann unser Werk zionistisch, wann es sozialistisch ist. Wir wissen - und das ist in jedem Schritt, den wir tun, in unserem ganzen Leben und Tun, in jedem unserer Worte verankert — daß diese Begriffe sich in unserem Leben nicht trennen lassen. Sie waren bei unseren Vorgängern vereint und sind es bei der jungen Generation ebenso. Und wenn man auf dieser Tribüne gesagt hat, daß man si,ch vollkommen nur einer Idee hingeben könne, daß ein Mensch nicht mit der gleichen Hingabe zwei Ideen dienen könne, und daß durch diese Vermengung von zwei Ideen die chaluzische Anspannung, die zioni-

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