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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1937-01-01 · 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935 · p. Seite 382

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
Date
1937-01-01
Page
Seite 382 (sequence 385)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476292--9426-3485577
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382 ij. Kongreß-Sitzung: Generaldebatte heren Kongressen hat man um jeden Preis danach getrachtet, die Gegensätze zu vertiefen, die Parteien mi Siedehitze zu bringen und das Gift des Mißtrauens und der Vorurteile aufeinander auszugießen. Dieser Geist ist hier nicht zu spüren. Wir begrüßen den neuen Parteigeist> der sich durch vernünftige Diskussion um die Bekehrung derj Opposition bemüht, der sich darum kümmert, was in der zionistischen Bewegung nach dem Kongreß geschieht und weniger nach Mehrheit als nach Möglichkeiten ständiger Zusammenarbeit durch Verständigung fragt. Mehr oder weniger glaube ich das von allen Parteien des Kongresses sagen zu dürfen. Eine Reihe von Jahren hindurch wurde der Konflikt um den JPer/ der organisierten Arbeiterschaft in Palästina immer stärker. Der Pio^ niergeist, der in den ersten Jahren als schönster Ausdruck des nationalen Willens betrachtet wurde, ward in die Parteistreitigkeiten hineingezerrt, die seine Stellung in der zionistischen Bewegung zu untergraben drohen. Er wurde in die Verteidigungsposition gedrängt; mit einer Hand mußte er aufbauen, mit der anderen Angriffe abwehren Die kluge Führung der Arbeiterschaft in den letzten Jahren empfing die Alijah, die sich heute ins Land ergießt, mit tiefem Verständnis für die Möglichkeiten nationaler Expansion, die sie mitbringt, mit erzieherischer Propaganda, ohne die geringste Verbitterung oder Parteilichkeit, sie hat die Bewunderung und die Unterstützung weiter Kreise der Bewegung erlangt, die ihr in früheren Zeiten kritisch, oft unfreundlich gegenüberstanden. Freundschaft erzeugt Freunde, und in dem Ausmaß, in dem sich Mitglieder anderer Parteien in Freunde der Arbeiterpartei verwandelten, hat diese sich ihrerseits bemüht, an den Programmen und Arbeiten der ihnen freundlich gesinnten Parteien mitzuarbeiten. So ist der Strebt, der in Prag Uneinigkeit und Spaltung zu bringen drohte, zu einer Quelle der Versöhnung in Luzern geworden. Vielleicht nicht genügend gewürdigt wurde die Tatsache, daß von den Anfängen in Merchawia und Daginiah an bis zu einer Histadruth von 80.000 Mitgliedern jeder Schritt der Arbeiterorganisation die volle und großzügige Unterstützung und Mitarbeit von Seiten unserer {nationalen Fonds, von Seiten aller Parteien des Zionistenkongresses und jeder Exekutive seit dem Jahre 1 920 erhielt. Die Schaffung einer Arbeitersektion innerhalb des jüdiscl en Gemeinwesens ist nicht nur Ausdruck proletarischer Selbstverteidigung, sie ist auch als Ausdruck eines starken Schutzes des fundamentalen nationalen Prinzips zu bewerten. Die Idee der jüdischen Arbeit bildete die Grundlage des zionistischen Programms aller, und wenn wir von „Arbeiterschaft" sprachen, so meinten wir damit nicht „Leibeigene" oder „Lohnsklaven", sondern freie, organisierte, schaffende Menschen, die ein Recht auf jeden Plätz in der Wirtschaftsstruktur der Heimstätte haben. Wie Dr. Ruppin in seinem Referat betonte, wurde die Arbeiterschaft in unserem gesamten Kolonisationswerk als Partner betrachtet: «der Arbeiter hat ein Recht auf eine Stimme in dem Werk, zu dem er sich berufen fühlt, an dessen ßau er arbeitet.

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