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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1937-01-01 · 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935 · p. Seite 349

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
Date
1937-01-01
Page
Seite 349 (sequence 352)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476292--9393-3485544
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Kaplansky, Glückson 349 die Grundlagen dieses konstruktiven Volkszionismus, jenes Zionismus, der sich nicht mit einem bestimmten Kreis, mit bestimmten Interessen, mit einer bestimmten Klasse im Zionismus identifiziert — daß die Grundlage dieses Zionismus der Grundsatz des Primats der nationalen Interessen über die XL eil int er essen von Kreisen und Klassen ist, der Grundsatz der Kooperation, der Gemeinsamkeit von Arbeit und Verantwortung aller Kräfte und Strömungen im Zionismus und im Volke für ein nationales Ziel. Von diesem Standpunkte aus lehnen wir entschieden den Klassenkampf in allen seinen Formen ab. Wir lehnen zunächst den Kampf gegen links ab, der beinahe völlig zum ideologischen und praktischen Inhalt bestimmter Gruppen unter uns wurde- Wir lehnen diesen Kampf nicht nur deswegen ab, weil wir die Verdienste und die Aufgaben der Linken im Zionismus anerkennen, -•- man hat hier zum Beispiel Emek Chefer erwähnt und die Verdienste des jüdischen Arbeiters um dieses Werk — sondern weil wir glauben und darauf vertrauen, daß die Linke auch in Zukunft konstruktive Aufgaben hat, weil wir glauben, daß die Zeit der Chalnziuth und der naüo/ralen Kolonisation noch nicht vorüber ist, daß es noch große Aufy gaben für die Chaluziuth und die nationale Kolonisationsarbeit in manchen Zweigen des Wirtschaftslebens gibt, welche die Privatinitiative nicht übernehmen wird. Gewisse Aufgaben erfordern bestimmte Anstrengungen und Opfer, die Sache des Staates sind und die zu bringen sich der Privatinitiative nicht lohnt. ' Aus dieser grundlegenden Auffassung heraus, die eine Vereinigung aller Kräfte für die nationale Arbeit bejaht, fordern wir nationale Kontrolle über das gesamte WSirtschaftsieben, über das Kapital und auch über die Arbeit. Ich brauche hier nicht viele Worte zu machen über die großen Gefahren der völligen individuellen Freiheit im Wirtschaftsleben Palästinas, die nicht einer höheren Kontrolle unterworfen ist. Sie haben hier erschütternde Worte über die Bodenspekulation aus dem Munde unseres Führers Ussischkin gehört» Worte, denen ich nichts hinzuzufügen habe. Sie wissen, welche Form diese wilde Spekulation bereits angenommen hat. Aber das ist nur ein Beispiel. Die ungezügelte individuelle Freiheit bringt auch andere Gefahren mit sich; sie erschüttert bisweilen die. Grundlagen unseres Baues, den Grundsatz der jüdischen Arbeit, der bei unserem Werke unerläßlich ist, sie bringt, wie wir in dieser Periode der Prosperity gesehen haben, das Grundprinzip des Zionismus in Gefahr, das da heißt: Gesundung der wirtschaftlichen Struktur der jüdischen Massen. Die Flucht vom Dorf in die Stadt, die Zusammjendrängung in der Stadt und in unproduktiven Berufen — alle diese Erscheinungen erwecken schmerzliche Gedanken und schwere Sorgen über unsere Zukunft im Lande und beweisen, wie sehr wir den Grundsatz der nationalen Autorität und der nationalen Kontrolle in unserem Wirtschaftsleben brauchen. Unsere Aufgabe ist nicht nur ein systematischer Kampf der Allgemeinheit gegen jene negativen Erscheinungen unseres Wirtschaftslebens, sondern in unserem Interesse liegt vor allem positive systematische Tätigkeit der zentralen Instanzen des Volkes gegen alle diese Miß-

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