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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1937-01-01 · 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935 · p. Seite 348

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
Date
1937-01-01
Page
Seite 348 (sequence 351)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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348 n. Kongreß-Siuung: Generaldebatte wurde. Ich will nicht wiederholen, was andere schon gesagt haben. Es ist klar: wir haben unsere Agrarbasis zu verbreitern und unsere Arbeitspositionen zu festigen, besonders jene, die uns bei den Regierungsarbeiten und in der intensiven Landwirtschaft verloren gegangen sind. Eine der Bedingungen für unseren Erfolg in diesem schweren Kampf ist eine starke, gefestigte Histadruth, eine ökonomisch gefestigte jüdische Arbeiterschaft in Erez Israel. Herr Blumenfeld sagte hier, er sei einverstanden mit der Einheit der Tat, verlarige aber die Freiheit der Ideologie. Das ist keine Frage, in der unsere Wege auseinandergehen. Die Histadruth war und wird dem Prinzip der Einheit der Aktion und der Freiheit der Gesinnung immer treu bleiben. Wenn Herr Blumenfeld weiter sagte, die Histadruth müsse die geeinigte zionistische Arbeiterschaft bleiben, so sage ich: die Histadruth. war immer und wird immer das größte Instrument zionistischer Verwirklichung in Erez Israel bleiben. Sie war es ohne programmatische Deklarationen; es lag in der Natur ihrer Existenz, und sie wird es ständig bleiben. Wenn man die Aufgabe der Demokratie nicht nur darin sieht, die Herrschaft der Mehrheit zu sichern, sondern auch die Minderheit zu schützen, so darf man über der Minderheit nicht die Mehrheit vergessen, die auch ihre Rechte hat. Die Histadruth wird immer eine proletarisch-zionistische Organisation bleiben, wie wir das von jeher verstehen. Man spricht von der Herrschaft der Linken. Doch nie, weder als wir in der Minderheit waren, noch auch heute, wo wir mehr als die Hälfte der Bewegung repräsentieren, haben wir nach der Herrschaft im Zionismus gestrebt. Wir erstrebten nur die Herrschaft des Gedankens, unseres Gedankens, daß der Zionismus nicht nur Ueberführung jüdischer Massen aus den Galutihländern nach Erez Israel bedeutet, sondern daß Zionismus eine ökonomische und soziale Revolution des jüdischen Lebens ist. Nach der Herrschaft dieses Ge-1 dankens im Zionismus streben wir und den Sieg dieses Gedankens werden wir sichern (Lebhafter Beifall). DR. MOSCHE GLÜCKSON (Weltverein. Allg. Zion.. Lettland spricht hebräisch): Ich glaube, Sie werden mir, nach dem, was wir in der Generaldebatte gehört haben, sämtlich darin zustimmen, daß das Hauptinteresse dieser Debatte nicht Kampf, scharfe Kritik und Anklagen gegen irgendjemanden sein dürfen. Es ist ein ganz anormaler Zustand, daß bei unserer gegenwärtigen Lage auf diesem Kongreß so viele Reden der Majoritätspartei einer Diskussion mit dem Vertreter einer kleinen Gruppe gewidmet wurden. Vom Standpunkte des Niveaus des Kongresses, vom Standpunkte seiner realen und fruchtbaren Arbeit konnte man erwarten, daß die Generaldebatte vor allem der Klärung jener Fragen, die auf der Tagesordnung stehen, vom Standpunkte der einzelnen Parteien aus, dienen würde. Von dieser Tribüne haben bereits tinige Vertreter unserer Parten der Weltvereinigung der Allgemeinen Zionisten, gesprochen. Ich sehe daher wegen. der Kürze der Zeit k;ine Notwendigkeit und keine Möglichkeit, die ideologischen Grundlagen unserer Bewegung darzulegen. Aber ich glaube, wir haben recht, wenn wir annehmen, daß

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