Mannheim
Compact Memory

Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1937-01-01 · 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935 · p. Seite 340

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
Date
1937-01-01
Page
Seite 340 (sequence 343)
Language
German, English, Hebrew
Belongs to
journal volume
OCR quality
98% known words query
IRI
…/3476254-3476292--9384-3485535
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

340 12. Kongreß-Sitzung: Generaldebatte genügend lange Zeitspanne aufstellen. Der Kongreß muß an die Judenheit der Welt den Appell richten, dem Keren Hajessod die Möglichkeit zu geben, den landwirtschaftlichen Sektor Palästinas zu erweitern. Wandern 50.000 Juden nach Palästina ein, dann müssen mindestens 10,000 der Landwirtschaft zugeführt werden. Alle unsere Beschlüsse werden auf dem Papier bleiben, wenn es uns nicht gelingt, unserer Forderung nach Erfüllung der Keren-Hajessod-Pflicht den notwendigen Nachdruck zu verleihen. Erst dann werden wir in der Lage sein, die Pläne, von denen hier gesprochen wurde, zu verwirklichen (Beifall). VIZEPRÄS. DR. NAH UM GOLDMANN: Das Präsidium hat bezüglich des weiteren Verlaufs und des Abschlusses der Generaldebatte folgende Beschlüsse gefaßt: Wir werden die Debatte heute bis 7 Uhr weiter führen, morgen, Montag, früh konstituieren sich sämtliche Kommissionen. Während der heutigen Nachmittagssitzung wird der No minationsausschuß die Mitglieder der Kommissionen dem Kongreß zur Bestätigung vorlegen. Die weitere Fortsetzung der Generaldebatte erfolgt dann morgen, Montag, abends. Der Abschluß der Generaldebatte soll Dienstag abends erfolgen, und zwar mit der Antwort der Exekutive, welche Herr Shertok g^ben wird, mit der Rede Rabbi Stephen Wises und mit einer Rede Dr. Weizmanns. Donnerstag nachmittag*» oder abends müssen die Ktm miMitmen bereit mn% ihre Anmiye dem Kongreß zu unterbreiten. ISRAEL SUM (Weltverb. Allg. Zion., Ostgalizien — spricht hebräisch): Vor zwei äußeren Erscheinungen stehen wir in den letzten beiden Jahren. Die eine ist die Prosperity im Lande, die andere das Anwachsen der Mitgliederzahl der Zionistischen Weltorganisation. Diesen beiden äußeren Erscheinungen steht die zionistische Bewegung mit innerer Schwäche gegenüber, und zwar sowohl in Palästina wie in der Diaspora. Gewiß freuen wir uns über die Vermehrung der Mit gliederzahl, aber wir müssen von dieser Tribüne erklären, daß zu gleich damit mehr und mehr das idealistische Verhältnis schwindet, das für die zionistische Bewegung in ihrem Anfange charakteristisch war. Die jüdischen Massen, die heute in der Diaspora in der ziontsti sehen Bewegung stehen, und die Massen der Jugend, die nach Erez Israel strömen, haben zu unserem Werke nicht jene idealistische und ideologische Beziehung, sondern mehr eine Interessenbeziehung, Wenn man andererseits die Prosperity im Lande betrachtet, muß betont werden, daß es uns während der letzten beiden Jahre nicht gelungen ist, auch nur eine von den großen, grundlegenden Fragen zu lösen, die sich vor uns auftun, weder die Frage des Bodens, noch die der Arbeitsbeziehungen, noch die der Organisation der Knesseth Jisrael, noch die der Erziehung, nqch die der jüdischen Arbeit. In der zuletzt genannten Frage sind wir sogar ein Stück zurückgeworfen worden: während wir uns anschicken, Hule zu erobern, haben wir den Scharon verloren. Wir fragen also: warum haben diese Fragen keine Lösung ge-

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.