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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1937-01-01 · 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935 · p. Seite 339

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
Date
1937-01-01
Page
Seite 339 (sequence 342)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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Trauh 339 wächst für uns auch die Notwendigkeit, diese Auswanderung zu regulieren. Das Eingliederungstempo muß dem Auswanderungstempo angepaßt werden. Wir stellen Forderungen, nach innen und nach außen. Nach außen:# daß möglichst viele Juden aus Deutschland, die für Palästina geeignet sind, hineingelassen werden. Nach innen: an uns selber stellen wir aber die Forderung, daß auch in den kommenden Jahren ein möglichst hoher Prozentsatz geeigneter jüdischer Auswanderer aus Deutschland sich der palästinensischen Landwirtschaft zuwenden soll. Der Beitrag der deutsch-jüdischen Einwanderung zur Normalisierung unserer sozialen Struktur in Palästina wird die wertvollste zusätzliche Leistung der deutschen Judenheit sein. Damit rechtfertigt sie ihren Anspruch auf eine verstärkte Alijah. Damit berühre ich ein zweites Problem, und dieses heißt das nationale Kapital. Dr. Ruppin hat über 25 Jahre jüdischer Kolonisation gesprochen. Wir hörten aufmerksam zu, vermißten aber in dieser Rede die Betonung jener Diskrepanz, die zwischen dem Sektor, der von der palästinensischen Prosperity erfaßt wurde, und dem Sektor der jüdischen Landwirtschaft besteht. Dieser wichtigste Sektor des palästinensischen Wirtschaftslebens hat mit der Prosperity der letzten Jahre nicht Schritt halten können. Wir schwelgen in Millionenvon Pfund und in vielen Zehntausenden von Einwanderern, vergessen aber, daß dem Keren Hajessod während dieser Jahre die wenigen hunderttausend Pfund fehlten, die notwendig waren, um den Teil des Landes, von dessen Ausbau unsere gesunde Entwicklung, unsere Krisenfestigkeit und die Normalisierung unserer sozialen Struktur abhängt, im entsprechenden Maße auszubauen. Wir vergessen zu leicht, wenn wir von diesen Zahlen sprechen, daß ohne den Emek Palästina ein soziales Rumpfgebilde geblieben wäre. Die mangelnde Betonung der inneren Diskrepanz zwischen den Millionenzahlen der Prosperity unfd den viel zu geringen Beträgen, die wir für das nationale Kapital zur Verfügung gestellt haben, befremdet um so mehr, als wir gerade jetzt mehr denn je in der Lage sind, die bedrohlichen Folgen des Rückganges des nationalen Kapitals für Erez Israel festzustellen. Wieviele von den 100.000 Juden, die 1933 bis 1934 und von den 35.000 Juden, die während der letzten sieben Monate eingewandert sind, haben sich der Landwirtschaft zugewendet? Es war hier die Rede davon, daß 150.000 bis 160.000 Dunam Pardessim sich bereits in unserem Besitze befinden. War aber nicht vor zwei bis drei Jahren, als wir nur die Hälfte an Dunam besaßen, die Zahl der jüdischen Arbeiter in diesen Pardessim fast ebenso hoch wie jetzt? Wir stellen fest: Trotz zunehmender Einwanderung und anhaltender Prosperity hat sich unsere soziale Struktur während der letzten Jahre zusehends verschlechtert. Zwei Elemente sind notwendig, um ein Land kolonisatorisch zu erschließen: Menschen, Chaluzim — die haben wir — und nationales Kapital — dieses hat versagt. Dieser Kongreß soll ein Kongreß der Planung sein. Planung bedeutet Mobilisierung des Willens zur Verwirklichung des konkreten Endziels. Wir müssen diesen Plan für eine 22«

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