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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1937-01-01 · 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935 · p. Seite 332

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
Date
1937-01-01
Page
Seite 332 (sequence 335)
Language
German, English, Hebrew
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…/3476254-3476292--9376-3485527
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332 //. Kongreß-Sitzung: Generaldebatte nationalen Charakter der Zionistischen Organisation stärken und wir alle die zionistische Volksbewegung schaffen werden. Ich wende mich dann den Frage?! der zionistischen Politik zu. Wir erheben gegen die Exekutive den Vorwurf, daß sie das Judentum der Diaspora seinem Schicksal überlassen, daß sie den Kampf um die Existenz der jüdischen Massen in der Diaspora aus der Zionistischen Organisation herausgelöst hat, obwohl infolge der Ereignisse in Deutschland nicht nur dieser eine Teil der Judenheit, sondern das Judentum der ganzen Welt vom Untergange bedroht ist. Heute sind nicht nur unsere wirtschaftlichen Positionen gefährdet, sondern unsere ganze Existenz. Obwphl wir mit eigenen Augen sehen, daß sich in der Oeffentlichkeit immer mehr die Auffassung verbreitet, daß man Juden wie Tiere zur Schlachtbank führen kann, 'obwohl heute nicht einmal Tierschutzvereine Mitleid mit Juden aufbringen, haben wir aus der Zionistischen Organisation nicht das erforderliche Instrument für d.n Kampf des jüdischen Volkes um seine primitivsten Menschenrechte gemacht, sondern den Haavara-Vertrag mit Hitlerdeutschland geschlossen. Ich mißgönne der Exekutive nicht die Einnahmen, die sie von der „Haavara** hat. Es erfüllt mich jedoch mit Schmerz, daß wir den Völkern hierdurch gezeigt haben, daß man uns angreifen und vernichten kann, und daß wir trotzdem mit verschränkten Armen zusehen. Wird man uns morgen oder übermorgen nicht auch in den anderen Ländern überfallen, in denen es bereits oft barbarische Ausbrüche des Judenhasses gegeben hat? Die Exekutive hat es nicht verstanden, die wirtschaftlichen und moralischen Kräfte des jüdischen Volkes für einen Verzweiflungskampf gegen das Hitlerdeutschland zu mobilisieren, und dadurch eine unverzeihliche Sünde gegenüber dem jüdischer« Volke begangen. Wir haben weder unsere Rechte in der Diaspora noch die in Erez Israel genügend wahrgenommen. Ich will die Exekutive nicht beschuldigen, daß sie wenig erreicht hat; sie ist jedoch schuld daran, daß die Gefahr vertuscht wurde, weil sie nicht den Mut und die innere Kraft hatte, auf die Unzufriedenheit des Volkes in der Zeit der höchsten Gefahr hinzuweisen. Meine Zeit ist begrenzt, und ich muß mich daher mit Andeutungen begnügen. Ich werde nur zwei Tatsachen erwähnen. Die erste ist die arabische Einwanderung. Aus all den weiten, dünn bevölkerten, arabischen Nachbarländern strömen Massen von Arabern nach Palästina. Ich bin davon überzeugt, daß seit der Eroberung des Landes durch die Engländer bereits 300.000 Araber eingewandert sind. Diese Einwanderung ist das größte Hindernis, das die Engländer dem Aufbau unserer nationalen Heimstätte in den Weg legen. Diese arabische Einwanderung vermindert nicht nur die durch die jüdische Einwanderung mit unendlicher Mühe und grenzenlosen Anstrengungen geschaffenen Möglichkeiten, sondern sie verwandelt das öde Palästina in ein dicht bevölkertes arabisches Land und vernichtet die letzte Hoffnung unseres Herzens, daß es in der Welt noch einen kleinen Winkel gibt, in den wir uns aus den Gefahren der Diaspora retten können. Die Exekutive hat noch bei der

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