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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1937-01-01 · 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935 · p. Seite 330

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
Date
1937-01-01
Page
Seite 330 (sequence 333)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476292--9374-3485525
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.1,10 //. KtMgiiß'SItxHug.* Clviwratifobttlh* daß er auf jede Form der Judennot die Antwort gibt, die Herzl und Pinsker gegeben haben, ich meine: die radikale Lösung der Judenfrage; durch den Aufbau des eigenen Lebens herbeizuführen. Unsere Würde, unsere Ehre hängen nach der zionistischen Auffassung nicht ab von der Meinung der anderen. Sie hängen ausschließlich ab von dem, was wir tun, von unserer Leistung, unserer Kraft, von der schöpferischen Produktivität, zu der wir fähig sind. Wenn es gelungen ist, die deutschen Juden in der Stunde der seelischen Not und der völligen Veränderung ihrer äußeren Stellung zu aufrechten, nationalen Juden zu machen, so ist das eine Leistung, die den zionistischen Kongreß und die Bewegung angeht. Keine kritische Betrachtung wird verkennen können, daß sich in der deutschen Alijah der letzten Jahre außerodentliche Kräfte offenbart haben, daß diese Alijah aus der Umwicklung der letzten Jahre nicht weggedacht werden kann. Es hat sich auch gezeigt, welch großes Aktivum die zionistische Erziehung war. Es fanden sich in Palästina unter den deutschen Einwanderern Menschen, die vom ersten Tage an sich mitverantwortlich fühlten für das Schicksal der neuen Einwanderung. Wir könnten im Laufe der nächsten fünf Jahre aus Deutschland etwa 90.000 Juden nach Palästina bringen, darunter eine erhebliche Zahl besitzender Elemente. In den letzten zwei Jahren wurden 60 Prozent der neuen Industrie von deutschen Juden gegründet. Gewiß gibt «l-s bei jeder Einwanderung auch schlechte Begleiterscheinungen, aber Pflicht der zionistischen Bewegung ist es, den Strom der großen Alijah aus Deutschland willkommen zu heißen in unserem werdenden Volksleben und zu verstehen, daß hier wichtige und neue Kräfte sich der jüdischen Nation in Erez Israel einfügen. Die große Solidarität der zionistischen Bewegung muß sich in schweren Zeiten bewähren, wie sie sich in der Zionistischen Vereinigung für Deutschland in diesen Jahren in wunderbarer und für alle zionistischen Landesorganisationen vorbildlicher Form gezeigt hat. Wir erstreben eine echte Koalition aller schöpferischen Kräfte in der Bewegung, wir wollen, daß in dieser Koalition die Einheit der Arbeit verbunden ist mit der vollen Gleichberechtigung aller Parteien der neuen Koalition (Anhaltender, lebhafter Beifall). VORS. VIZEPPRÄS. DR. N. GOLDMANN: Wir werden heute vormittag nur noch zwei Redner, Herrn Dr. Ohrenstein und Herrn Ing. Kaplansky, hören. Die Nachmittags-Sitzung beginnt um 4 Uhr. Um 2 Uhr findet eine Sitzung der Weltvereinigung der Allgemeinen Zionisten, um 6 Uhr 30 Min. eine Sitzung des Misrachi statt. Bevor ich dem nächsten Redner das Wort erteile, hat Herr Groneniann eine Erklärung abzugeben. S. GRONEMANN (Vorsitzender des Kongreßgerichtes): Ich habe lediglich eine Ergänzung meines Berichtes über die Prüfung der Kongreßwahlen vorzunehmen. Das Kongreßgericht hatte noch Proteste betreffend Polen zu prüfen. Das Resultat der Untersuchung ist folgendes: Wir haben den Protesten in zwei Punkten stattgeben müssen. Infolgedessen sind in einer

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