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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1937-01-01 · 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935 · p. Seite 326

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
Date
1937-01-01
Page
Seite 326 (sequence 329)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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326 //. Kongreß-Sitzung: Generaldebatte lieh auch den Widerstrebenden überwältigen. Herrschaft der Nation über den einzelnen ist erforderlich, aber der notwendige Zwang muß bei uns auch ohne staatliche Machtmittel durchgesetzt werden. Wir haben bei einem straffen Aufbau der Organisation mehr Mittel in der Hand, als die Bewegung denkt. Was unsere bekannten Forderungen für die Ordnung des Schul- Wesens betrifft, so wissen wir sehr gut, daß sie nicht ohne weiteres» und bestimmt nicht in kurzer Zeit durchzusetzen sind. Wir wissen auch, daß diese Forderungen selbst, wie die Dinge nun einmal heute liegen, nicht unproblematisch sind. Unter keinen Umständen kann man die Sache einfach so lösen, daß man den Eltern die Entscheidung überläßt. Das wäre vom Standpunkte der nationalen Erziehung aus das Schlimmste, was uns passieren könnte. Unser Ziel muß sein, daß die nationalen Instanzen die Erziehung und Entwicklung bestimmen und übernehmen. Ich will nicht mißverstanden werden. Es ist grundfalsch, zu glauben, daß man etwia Ja sagt zu den Scholen, die dem Waad Hachinuch unterstehen, im Gegensatz zu denen der Waadath Hatarbut. Es gibt berechtigte Kritik an allen Schulen, die heute da sind. Wir wissen sehr gut, in welchem Zustand sich das Schulwerk befindet und wieviele wertvolle Dinge gerade in den Schulen der Arbeiterschaft geschaffen worden sind. Wir aber erstreben etwas anderes: eine Schule der Nation (Beifall), an der alle beteiligt sein werden und die versuchen soll, Forderungen gerecht zu werden, die wir billigerweise an sie stellen können. In ihr soll der nationale Idealist mus, der Geist der Arbeit, eine Stätte finden. Sie muß eine Schulo der ganzen Nation sein; denn der Zustand, daß wir mehrere Völker im Lande erziehen, ist unerträglich und wird sich schwer rächen. Es handelt sich nicht um eine mechanische Lösung, sondern darum, einen Weg zu finden für gegenseitige Annäherung und für einen allgemeinen Ausgleich. Wir wollen einer jüdischen Einheitsschule den Weg ebnen, in der das jüdische Kind so viel von jüdischer Vergangenheit lernt, wie es der Misraehi will, so viel kennen lernt von sozialen Ideen und von der Bedeutung der Arbeit, wie es die besten Kräfte der Arbeiterschaft wollen, in der alle zusammen das lernen, was ein echter Allgemeiner Zionismus, der das jüdische Volk zu einheitlichem Tun befähigen will, heute verlangen kann. Und diese Schule soll so geleitet und eingerichtet sein, daß in ihr die Tagespolitik keinen Platz hat, daß die Schüler so lange wie möglich fern gehalten werden vom Leben der politischen Parteien, daß sie aber befähigt werden, sich dann als gebildete Juden frei und auf Grund eigenen Urteils zu entscheiden. Es wurde gesagt, Allgemeiner Zionismus sei das, was Ben-Gurion dargestellt hat. Ich möchte etwas Ketzerisches behaupten und bin auf Widerspruch gefaßt: Die radikale umformende Kraft der jüdischen Arbeiterschaft in ihrer glänzendsten und besten Zeit war die Kraft des allgemein-zionistischen Gedankens; denn was sie tat, tat sie gegen die Partei-Theorie. Die große Mehrheit der besten Köpfe in der allgemeinen Partei hielt, was die zionistischen Arbeiter taten, für eine verstiegene, romantische Angelegenheit. Unsere Arbeiter gingen gegen

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