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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1937-01-01 · 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935 · p. Seite 323

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
Date
1937-01-01
Page
Seite 323 (sequence 326)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476292--9367-3485518
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Blumenfeld 323 steht. Es handelt sich nicht um die Paragraphen des bestehenden Statuts, — wir müssen erreichen, daß es eine Arbeiterorganisation gibt, die wirklich der ganzen Nation gehört. Eine neutrale Histadruth bedeutet, daß alle Gruppen ideologisch und religiös in ihr in voller Freiheit leben können; in voller Freiheit und in wirklicher Gleichberechtigung (Lebhafter Beifall), Neutrale Histadruth, das bedeutet eine entpolitisierte Histadruth. Jede politische Gruppe kann ungehindert ihren Vorstellungen leben, aber die Histadruth als solche darf nicht das politische Instrument einer Partei sein. Neutrale Histadruth, das bedeutet nicht Beschränkung oder gar Aufhebung ihrer demokratischen Grundlagen. Es bedeutet aber, daß die Minderheit sich in ihr nicht bedrückt fühlen darf und daß wirkliche Garantien geschaffen werden, die jeder Minderheitsgruppe die Möglichkeit geben, ihr Leben in einer respektierten autonomen Form zu führen, mit ihren Idealen und Symbolen und mit der Lebensform, die sie für sich als richtig empfindet. Diese Frage soll man ernst behandeln und nicht mit allgemeinen Redensarten abtun. Glauben Sie uns, daß die Forderungen, die heute wir, die Freunde der einheitlichen Histadruth, aufstellen, von uns mit aller Entschiedenheit vertreten werden! Wenn Sie diese Forderungen ablehnen, dann rechtfertigen Sie die Gründung neuer Arbeiterorganisationen. Es ist klar, es ist schlecht, eine Minderheit zu sein, aber Minderheiten müssen besonders geschützt und dürfen nicht aufgerieben werden, weil sie anders denken. In allen Arbeitstagen soll die Gewerkschaft eine einheitliche sein und eine allen Zionisten gemeinsame (Beifall). Es lohnt nicht, viele Worte zu machen. Die Kenner kennen das Problem. Wir werden darüber in der Kommission sprechen. Was wir verlangen, ist keine gelegentliche Forderung, sondern vielleicht die Rettung der einheitlichen Histadruth. Ich sehe das Achselzuckenbei Freunden. Ich rate Ihnen, das Problem* der Histadruth noch einmal durchzudenken. Ein Wort zur Frage der nationalen Arbitrage: Berl Katznelson hat sie durch Zustimmung auf einer höheren Ebene erledigt. Er meinte, sie könne die besondere Krönung des Werkes der Regelung der Arbeitsbeziehungen sein. Aber damit kann man nichts anfangen. Wir sagen: Gewiß, ein System der Arbeitsverträge, wie es Ben-Gurion vorschlägt, aber unter Teilnahme der höchsten nationalen Instanz als Schlichter. Unsere Vorschläge für die Regelung der Arbeitsbeziehungen sind geeignet, in gleicher Weise Arbeitgeber und Arbeitnehmer zu befriedigen. Diese Frage kann hier in der Generaldebatte nur andeutungsweise behandelt werden. Ich begnüge mich damit, zu sagen, daß meines Erachtens unser Vorschlag in hohem Maße die Gewähr bietet, den Arbeitsfrieden im Lande herzustellen. Unsere Forderungen in der Frage der Histadruth und in der Frage der Arbeitsbeziehungen sind von aktueller Bedeutung. Das Gesicht der jüdischen Bevölkerung in Palästina hat sich in den letzten Jahren sehr geändert. Palästina war einmal in höherem Grade Erez Israel aUs heute. Es kam die Masseneinimnderung, und es ist klar, daß diese große Einwanderung, die, von der Judennot getrieben, ins Land 21*

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