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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1937-01-01 · 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935 · p. Seite 321

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
Date
1937-01-01
Page
Seite 321 (sequence 324)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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\ * Pcrlzweig, Blumenfeld 321 die Generation der Jugend aus? Als Ben-Gurion hier sprach, fühlte man ganz deutlich — das ist der wahre Vertreter eines echten Allgemeinen Zionismus. Die Kritiker sagten es auch, vielleicht mit der Absicht, ihn von seiner Gruppe zu distanzieren und seine Wirkung zu schwächen. Man soll aber einmal die Frage untersuchen: Was ist an dieser Behauptung Wahres: Die Menschen, die früher Zionisten wurden, kamen aus allen Ländern der europäischen Welt. Alle erlebten die Judenfrage in der Auseinandersetzung mit den Weltströmungen. Man kehrte also aus dem Kampf in der Welt zu seinem, Volke zurück, aus dem unbegrenzten in den begrenzten Raum. Die heutige Jugend aber, die schon in der Nation verwurzelt ist, sucht einen W'eg aus vermeintlicher Enge in die angebliche Weite der Welt. Das ist der Unterschied zwischen den Generationen, den es bei allen Gruppen gibt. Die Voraussetzungen für die Erkämpfung des Zionismus waren bei den früheren Generationen andere, als sie es heut-s sind. Wenn Ben-Gurion redet, fühlt man als Grundlage seines Lebens klar die selbstverständliche Entscheidung für die jüdische Nation. Bei der neuen Generation ist dies aber nicht mehr so. Sie erleidet die Judenfrage in einem äußerlichen Sinne vielleicht stärker, aber sie erlebt nicht mehr die helle und große Freude jenes gewaltigen inneren Kampfes um die nationale Freiheit durch die Autoemanzipation des jüdischen Lebens. Wir stehen heute vor der Frage: Was ist um diese neue Generation? Wie machen wir aus ihr ein Volk? Wenn man hier über die Symbole der Bewegung gesprochen hat, so kann man damit nicht so einfach fertig werden, wie es hier geschehen ist. Wenn ein Volk seine neue Welt, sein neues Leben finden will, so muß es wissen, wofür es das Letzte hergeben soll, wofür seine Söhne ihr Leben einsetzen sollen. Ich glaube, es ist wichtig, daß sich unser Volk in diesem Augenblick die Frage vorlegt, welches Symbol über uns allen schweben muß. Herzl sagte: Mit einer Fahne kann man die Menschen führen, wohin man will, selbst ins gelobte Land. Ich bin der Letzte, der den Konflikt in dieser Frage leicht nimmt und glaubt, daß er durch Zureden oder durch Resolutionen zu erledigen sei. Klar ist aber, daß unser oberstes Ziel die Einigung unsere, l'olkes durch die zionistische Bewegung ist, und daß unserem Volke die Heimkehr in sein Land nur gelingen wird, wenn der Gedanke der Wiedergeburt des Volkes stärker ist als alle anderen Wünsche, die in den Juden leben, die aus allen Ländern, aus allen Berufen und Schichten den Weg in die Organisation gefunden haben. Jeder echte Zionismus ist verbunden mit der Idee der vollständigen Umänderung der Juden auf dem Wege der Volkwerdung, verbunden mit den schwersten Anforderungen, die an Menschen überhaupt gestellt werden können. Der Zionismus ist kein Transportunternehmen, er lehnt es ab, den Juden in Palästina eine Gelegenheit zu bieten, in der gewohnten Art ihr Galuthdasein fortzusetzen. Aus der Masse jüdischer Menschen, die bisher vor allem ihr Eigeninteresse wahrnahmen, die in vermittelnden Berufen saßen, soll ein Volk werden, dessen festeste Grundlage Bauern und Arbeiter sind, das lernt, das Privatinteresse dem 21

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