Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
- Date
- 1937-01-01
- Page
- Seite 319 (sequence 322)
- Language
- German, English, Hebrew
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Dobkin, Perlzweig 319 Wort, und wir schließen uns Ben-Gurions Meinung an, daß die Zeit gekommen ist für die Konsolidierung aller konstruktiven Kräfte im jüdischen Volke. Die Aufgaben, die vor uns liegen, sind zweifacher Art. Ucber die politischen Schwierigkeiten, die uns bevorstehen, will ich nur kurz sprechen, ich hallte es jedoch für meine Pflicht, dieses Wenige zu sagen. Ich spreche jetzt als Delegierter Englands. Wenn die britische Regierung an ihrem Vorsatze festhält, den Legislative Council jetzt in Palästina zu schaffen, so müssen wir, welchen Charakter auch immer diese Körperschaft haben mag, ihre Errichtung als einen Akt ansehen, der die Wirkung haben muß, die Wurzeln unserer Bewegung und die Grundlagen der Balfour-Deklaration zu untergraben. Ich sage dies, weil ich ein Zionist aus England bin und verstanden werden soll, daß wir, so schmerzlich es für uns auch sein mag, die Möglichkeit eines Konfliktes mit der Mandatarmacht ins Auge zu fassen, ganz eindeutig unsere Entschlossenheit dartun wollen, in Gemeinschaft mit der zionistischen Bewegung der ganzen Welt diesen Plänen stärksten Widerstand entgegenzusetzen. Zweitens haben wir eine wirtschaftliche Aufgabe zu erfüllen. Ich holte gewünscht, daß dieser Kongreß — ich sage das nicht in der Absicht, Kritik zu üben, und voller Respekt — sich weniger mit internen Differenzen befaßt hätte und dafür um so mehr mit der Frage der Mobilisierung sämtlicher jüdischen wirtschaftlichen Kräfte, damit die Möglichkeiten, die sich uns in den nächsten Jahren bieten, gebührend ausgenützt werden. In England wird bemängelt — ich glaube, nicht ganz ohne Grund — daß die Prosperity in Palästina, von der man so viel hört, noch nicht für konstruktive Zwecke im Lande selbst ausgenützt worden ist. Die Halbmillion-Anleihe, welche die Exekutive aufgenommen hat, war der Beginn einer neuen Epoche in der wirtschaftlichen Entwicklung Palästinas. Wenn wir uns die Prosperity im Lande ansehen, wenn wir uns vergegenwärtigen, daß das jüdische private und nationale Kapital in Erez Israel 7 bis 8 Millionen Pfund beträgt, so fragen wir uns: Woher kommt es, daß die wirtschaftlichen und finanziellen Möglichkeiten Palästinas nicht für die Entwicklung des Landes ausgenützt werden? In England ist ein Komitee für die Förderung der planwirtschaftlichen Entwicklung Palästinas gebildet worden, desgleichen in Amerika. Ich würde vorschlagen, daß alle diese Anfänge zu einer Bewegung zusammengefaßt werden. Der Kongreß muß sich darüber klar werden, daß die wirtschaftlichen, materiellen, finanziellen Möglichkeiten das Gesicht der jüdischen Wirtschaft verändern können. Fachleute, die an die Möglichkeit einer großen Anleih« für Palästina glauben, haben die Ziffer von 5 Millionen Pfund genannt. Ich brauche dem Kongreß nicht auseinanderzusetzen, was der Besitz einer solchen Summe, die unter nationaler Kontrolle stehen müßte, für Palästina bedeuten würde. Es ist aber für jedermann klar, daß in Palästina, bevor die Londoner City einen so großen Betrag bewilligt, sich in Palästina so manches ändern und großzügige Entwicklungen vor sich gehen müssen. Die Möglichkeiten sind vorhanden,