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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1937-01-01 · 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935 · p. Seite 316

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
Date
1937-01-01
Page
Seite 316 (sequence 319)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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316 //. Kongreß-Sitzung: Generaldebattz Die Redner der Opposition können nicht ertragen, daß es der Exekutive gelungen ist, die Finanzen nach sieben Jahren zu konsolidieren. Herr Großmann hat dazu bemerkt: Wer bringt denn heutzutage kein Geld für Erez Israel auf? Herr Großmann, warum haben Sie nicht auch die Unternehmungen aufgezählt, die trotz der heutigen Verhältnisse kein Geld für Palästina aufgebracht haben? Warum haben wir z. B. nichts gehört von dem „großen44 Finanzinstrument, das die „mächtige" JudenstaatsparteL in Erez Israel errichtet hat? Oder ein anderes Beispiel: Es gab in Palästina eine Tageszeitung, die dieser Gruppe gehörte. Sie wurde nach einer kurzen Zeit eingestellt. (Zwischenruf ME1R GROSSMANN; Die Kolonialbank hat uns keinen Kredit von 40.000 Pfund gegeben.) Sie werden auf jede Sache eine Antwort finden. Wozu so weit gehen? Sie könnten doch einfach sagen, die Histadruth habe der gesamten jüdischen Bevölkerung von Erez Israel das Messer an die Kehle gesetzt und sie gezwungen, nur den „Dawar" zu lesen! Und ebenso wenig Wahrheit wie in der letzten Behauptung des Herrn Großmann steckt, ist die Stimmung berechtigt, die Sic hier schaffen wollen, als ob sich die Histadruth zu den allgemein-zionistischen und den anderen Arbeitern, die nicht der herrschenden Partei der Histadruth angehören, nicht loyal verhielte. (Zwischenruf MEIR GROSSMANN: Der Kongreß sollte eine Untersuchungskommission entsenden!) Wir benötigen keine Untersuchungskommission. Sie haben kein Mandat, im Namen irgendwelcher jüdischer Arbeiter in Erez Israel zu sprechen. Ein solches Mandat hat ferner weder Herr Dr. Stupp noch Herr Dr. Oskar Grünbaum im Namen des Gdud Zeirim, die der Histadruth angehören und sich dort sehr wohl fühlen. Von derselben Allgemein-zionistischen Organisation in Wien wurden früher andere Klagen laut. Damals hieß es: Warum schenkt die Histadruth der allgemein-zionistischen Jugend so viel Aufmerksamkeit, warum besucht sie sie so oft? Hier befinden sich Vertreter der Allgemein-zionistischen Jugendorganisationen der Gruppen A und B; mögen sie aufstehen und erklären, ob die Histadruth in irgendwelcher Hinsicht die Rechte der Mitglieder dieser Organisationen beeinträchtigt hat! Mit denselben Methoden grundloser Kritik will man auch die Schicksalsfrage unserer Arbeit, die Alijah, behandeln. Großes ist geschehen: hunderttausend Juden sind im Verlaufe von zwei Jahren nach Palästina gekommen, gerade in der Tätigkeitsperiode dieser Exekutive. Da hat nun die Opposition furchtbare Angst, die Juden könnten am Ende meinen, daß diese Exekutive etwas geleistet hat. Darum muß man die Sache so darstellen, als ob die Exekutive nichts mit diesen Erfolgen zu tun habe, und erklärt, diese große Einwanderung sei zur Zeit Adolf Hitlers vor sich gegangen, und der zukünftige Historiker werde schreiben: die große Alijah von hunderttausend Juden nach Erez Israel in zwei Jahren — davon 25.000 deutsche Juden, aber 75.000 aus anderen Ländern, darunter 40.000 aus Polen — sei nur Adolf Hitlers Herrschaft zu verdanken. Wenn Sie glauben, daß die englische Regierung diese Juden so einfach nach Palästina hineingelassen habe, ohne daß die Exekutive es verstanden hat, die geschaffene

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