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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1937-01-01 · 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935 · p. Seite 314

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
Date
1937-01-01
Page
Seite 314 (sequence 317)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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314 //. Kongreß-Sitzung: Generaldebatte Die Verantwortung ist groß, eine jede Gruppe soll uns daher ihre besten Menschen zur Verfügung stellen. Die Zeit drängt! (Lebhafter Beifall) ISAAC NAIDITSCH (Weltverein. Allg. Zion., Frankreich — spricht jiddisch): Die Berichte, die wir hier von den Mitgliedern der Exekutive über die wirtschaftlichen und politischen Fragen gehört, und die Erfahrungen, die die Mitglieder des A.C. und anderer Instanzen mit der Arbeit der Exekutive in den letzten zwei Jahren gemacht haben, führen dazu, daß wir der Exekutive unsere Anerkennung für ihre Leistungen ausdrücken müssen. Ich weiß, daß innere und äußere Faktoren zusammengewirkt haben, und daß man nicht alles den inneren Verhältnissen zuschreiben kann; aber selbst wenn man sehr viel mit den äußeren Bedingungen in Verbindung bringt, muß man sagen, daß es nicht leicht war, eine so große Alijah zu bewältigen, die englische Regierung zur Erhöhung der Zahl der Zertifikate zu bewegen und dafür zu sorgen, daß die Alijah wirtschaftlich geregelt wird. Aber vor allem sind wir verpflichtet zu erklären, daß die Exekutive in politischer Hinsicht die größten Anstrengungen gemacht hat; dafür gebührt ihr unser Dank. Ich möchte hier einige praktische Fragen berühren. Vor allem habe ich dem Kongreß die Bitte der sephardiseben Juden von Paris /u überbringen, die eine vergrößerte Alijah wünschen, bei der auch die große Not der sephardischen Juden in der ganzen Welt berücksichtigt wird. Eine andere Frage ist die, daß fast der ganze städtische Jischuw keinen engeren Zusamenhang mit der Exekutive hat. Es muß en Organ, bestehend aus Führern der Landwirtschaft, der Industrie und des Handels geschaffen werden, das die Verbindung mit der Exekutive herstellt und beratende Stimme hat. Dadurch wird ein weiter Kreis des Jischuw mit der Exekutive verbunden werden. Ueber dieses Projekt eines Wirtschaftsrates, der nicht beschließenden Charakter haben soll, wird Herr Schocken noch berichten. Was die Frage der Alijah betrifft, so ruft die Tatsache, daß 50 Prozent der Zertifikate dem Hechaluz zukommen, große Unzufriedenheit hervor; es kann jedoch nicht anders sein. Wenn man eine Land Wirtschaft will, dann muß der Hechaluz Zertifikate bekommen. Aber wenn in der Einwanderungskommission zu den 50 Prozent Stimmen der Mehrheitspartei noch die Stimmen des Hechaluz hinzutreten, dann entsteht die Meinung, daß über die Zertifikate ausschließlich die Linke bestimmt. Ueber diese Frage muß die Arbeiterpartei selbst nachdenken. Die Heranziehung des gesamten Judentums kann nicht durch Erklärungen erreicht werden, sondern erfordert Taten. Herr Ussischkin hat über den Nationalfonds, Bodenkauf und neue Kolonisation gesprochen. Eine neue Kolonisation kann durch die bestehenden Fonds nicht geschaffen werden. Unsere politische Forderung muß die Besteuerung des Jischuw sein. Wenn Ihr große Bodenkäufc und große Siedlungen wollt, muß der Jischuw Steuern zahlen. Eine

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