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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1937-01-01 · 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935 · p. Seite 313

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
Date
1937-01-01
Page
Seite 313 (sequence 316)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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Uri diese Fahne nicht die Unterdrückung?) Ich habe der Fahne diese Deutung nicht gegeben und kann sie ihr nicht geben. Für mich ist diese Fahne das Symbol der Freiheit des jüdischen Volkes, und für mich gibt es keine 'größere Freiheitsaufgabe als die Erlösung dieses bedrückten Volkes. In dem Referate Dr. Ruppins hörten wir von den großen Leistungen, die in unserem Lande geschaffen worden sind. Die größte Leistung ist die Landwirtschaft in unseren Siedlungen und Kwirzoth. Dr. Ruppin sagte zu uns hier: Gehen Sie doch in den Hof irgend einer Arbeitersiedlung hinein und schauen Sie, was wir geschaffen haben. Gar sehr viel von dem, was wir erträumten, und noch mehr als das, haben wir heute verwirklicht. Diese Ergebnisse sind der Lohn großer Arbeit» die Ergebnisse unserer Erfahrungen und Anstrengungen; es handelt sich jedoch um einsame Inseln, nicht im Meere oder in der Wüste» sondern um Inseln in der Siedlung eines Volkes, das klug und verständig ist, das aus Erfahrungen zu lernen weiß. Erschrecken wir nicht, wenn wir dies hören, spüren wir nicht tief im Herzen, wie groß unsere Verantwortung gegenüber dem ist, was wir bereits geschaffen haben und in Palästina noch in Zukunft schaffen müssen? Diesem Gedanken sollte unsere größte Sorge gewidmet sein. Gewiß erschrecken wir mit Recht, wenn man vom Legislative Council spricht. Wir sollten jedoch viel tiefer erschüttert sein, wenn wir in Palästina \on Siedlung zu Siedlung kommen und sehen, was noch nicht geschaffen worden ist. Wenn wir uns in diese Gedanken vertiefen, wenn wir auf diesem Kongreß damit aufhören, immer nur nach dem Frieden zu rufen, und uns vielleicht wirklich einmal gründlich über die Bodenfragc aussprechen, wenn wir vielleicht wirklich einmal davon Kenntnis nehmen, daß es auch auf der rechten Seite Massen von Arbeitern gibt, die nach Boden hungern, die mit uns gemeinsam diese gewaltige Anstrengung machen wollen — dann müssen wir uns auf diesem Kongreß die ganze große Verantwortung, die wir haben, vor Augen halten, und uns in diese Arbeit einspannen. Wir wollen niemanden draußen lassen. Niemand soll beiseite stehen, jede Partei soll uns ihre besten Kräfte /mv Verfügung stellen. Den Freunden vom Misrachi aber möchte ich sagen: Was Sie in Palästina hinsichtlich der Beobachtung der Zhora und der Religion erreicht haben, ist wahrlich nicht gering. Unterschätzen Sie nicht Ihre eigene Leistung. Sie haben manches geleistet, religiöse Siedlungspunkte in der Landwirtschaft geschaffen. Ich glaube, Sie haben kein Recht, sich über schlechte Nachbarschaft, z. B. zwischen Kfar Jehoschua und Schech Abrek zu beklagen. Arbeiten Sie weiter! Auch uns schmerzt es, wenn die Heiligtümer des Volkes entweiht werden. Wir werden dagegfen kämpfen, aber wir werden es im Geiste der jüdischen Tradition tun. Die jüdische Tradition ist eine Religion der Liebe und des tiefen Herzensglaubens. Mit Sanktionen werden Sie uns den Glauben nicht beibringen.

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