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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1937-01-01 · 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935 · p. Seite 312

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
Date
1937-01-01
Page
Seite 312 (sequence 315)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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312 //. Kongreß-Sitzung: Generaldebatte Arbeiter geworden sind. Wäre es gerecht, diese Leute Arbeitern vorzuziehen, die in der Kolonie geblieben sind und nichts besitzen? Wir haben den Emek Chefer erlöst, und heute befinden sich in ihm wertvolle,, folühende Siedlungen, in denen die Menschen sich sozusagen mit ihren Nägeln an den Boden geklammert haben. So hat man im Emek Chefer, Kfar Witkin, Kfar Chajim, Maabaroth, ganze Siedlungen gegründet, Siedlungen des „Hapoel Hamisrachi", und Sie dürften wissen, daß ein Teil der Bodenfläche, eben wegen der Gleichberechtigung, auch an den Mittelstand gegeben worden ist. Gerade über diesen Punkt spreche ich mit großem Schmerz. Denn wenn Sie durch diese Gegend ziehen und schauen, was vom Mittelstände auf diesem Boden geschaffen worden ist, werden Sie nichts finden. Warum hat man diesen Boden nicht den Zehntausendeu vor. Arbeitern gegeben, die nach Boden hungern, und die, zusammen mit ihren Genossen, in den bereits bestehenden Dörfern blühende Siccl lungen hätten schaffen können. Diese Menschen haben mit über menschlicher Anstrengung gearbeitet, haben den Ruhetag zum Wochen tag gemacht, meine Herren vom Misrachi, — und das tut mir genau so weh wie Ihnen — und ich darf Ihnen sogar sagen, daß es die Menschen selbst mehr geschmerzt hat als uns; aber sie haben ihre Leistung hervorgebracht. Gehört das auch zur GleHchberechtigung Gleichberechtigung bedeutet, daß man dem Juden, der sich im Lande müht, die Möglichkeit gibt, sich anzusiedeln, den Boden zu besetzen und seine Energie in ihn zu senken. Gestatten Sie mir noch einige Worte zu der Frage, die Herr 'Dr. Bogratschow hier berührt hat, der Frage der zionistischen Fahne. Herr Dr. Bogratschow, diese Fahne ist auch uns heilig, unter ihr sind wir marschiert, haben wir seinerzeit gegen die Bundisten und die extremen Rechten gekämpft, und unter dieser Fahne setzen wir heute unseren Kampf fort und werden ihn auch in Zukunft führen. Sie haben von 7\vei Flügeln gesprochen, Herr Dr. Bogratschow. Sie sind uns beide teuer und für beide lohnt es sich, zu kämpfen. Aber wenn schon von der zionistischen Fahne die Rede ist, so muß hinzugefügt werden, daß diese Fahne zu etwas verpflichtet. Sie verpflichtet zur Erfüllung der Gebote und Verbote, die uns unser großer Führer gegeben hat. Das Gebot lautet: „Du sollst arbeiten44, das Verbot: „Du sollst nicht mehr als sieben Stunden arbeiten.4' Die Arbeiterschaft hat das Gebot in verdoppeltem Maße verwirklicht; sie hat vierzehn und fünfzehn Stunden angestrengter Arbeit täglich geleistet, um in Palästina Werte zu schaffen. Was aber hat der zweite Flügel getan, um wenigstens das Verbot zu erfüllen? Wir marschieren unter der Fahne Herzls und werden sie niemandem als Monopol überlassen. Es ist unsere Fahne, den Blick auf sie gerlichtet, erziehen wir unsere Kinder. Wir sind jedoch weit davon entfernt, weil wir die zionistische Fahne verehren und unsere Kinder in diesem Geiste erziehen, die Fahnen zu zerreißen, die das Freiheitsstreben großer Massen symbolisieren, die Arbeiterschaft der ganzen Welt vereinigen. Dies wäre keine erfreuliche Erziehung. (Zwischenruf von der Judenstaatspartei; Symbolisiert

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