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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1937-01-01 · 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935 · p. Seite 307

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
Date
1937-01-01
Page
Seite 307 (sequence 310)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476292--9351-3485502
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B. Katznelson, Stirer 307 die Aufgabe gestellt haben, die Zionistische Organisation zu erneuern und wieder aufzubauen. Es gab einst Tage des großen Zionismus. Damals sprach der Allgemeine Zionismus im Namen der Organisation und der Disziplin; die Aelteren unter Ihnen werden sich daran erinnern, wie man damals für den Gedanken der Zionistischen Organisation kämpfte, wie kraftvoll Ussischkin dafür eintrat. Aber inzwischen hat sich vieles geändert, und große Teile der Organisation sind abgefallen, als sie sahen, daß die Organisation nach inneren Gesetzen arbeitet, der Zionismus seinen Ausdruck in Arbeit und Schaffen, in Siedlung und Selbstarbcit findet. Heute haben wir eine schwache Zionistische Organisation. Die politische Situation und die Anarchie im Jischuw verlangen den Wiederaufbau des großen Instrumentes Herzls als ein Instrument, das Kraft, Stärke und Bedeutung besitzt für uns alle, die herrschende Gruppe und die Opposition. Das jüdische Volk und auch die Außenwelt muß fühlen, daß vor ihnen ein organisiertes Volk steht. Diesen Weg gehen wir und in diesem Geiste wollen wir die jüdischen Massen zum Zionismus erziehen und die Bewegung, sofern sie uns folgt, führen. In der Geschichte Rußlands gab es einst einen Herrscher, der die einzelnen Teile des zerstreuten großen Reiches sammelte und organisierte. Man nannte ihn „Sammler des russischen Bodens". Dies ist auch die Aufgabe, die uns obliegt. Der jüdische Arbeiter will im Zionismus der „Sammler des jüdischen Bodens" sein. (Langandauernder Betfall). RABBI A. H. SILVER (Weltverein. Allg. Zion., Amerika — spricht englisch): Unsere Bewegung verlegt ihr. Zentrum immer mehr von der Galuth nach Erez Israel. Das ist sehr erfreulich; denn es beweist, daß unsere Ideen allmählich verwirklicht werden. Je mehr Selbstbestimmung Palästina erhält, desto mehr werden wir das zionistische Programm verwirklichen. Mit der großen Einwanderung, die in Palästina in den letzten beiden Jahren stattgefunden hat, ist es klar geworden, daß die lebenswichtigen Entscheidungen in bezug auf das Leben und die Zukunft der Juden in Palästina, nicht in Prag oder Luzern oder Basel, sondern in Jerusalem, Tel Aviv, Haifa usw. fallen werde. Und deshalb ist die Zeit gekommen, wo wir uns überlegen sollten, ob der Zionistenkongreß nicht eine neue Orientierung bekommen sollte. Sollten wir nicht fragen, ob nicht die Zeit gekommen ist, wo wir unsere Tätigkeit in gewissen Richtungen einschränken und in anderen Richtungen vergrößern sollten? Meiner Meinung nach sollten wir uns vor allem darauf konzentrieren, unsere politischen Rechte zu schützen, unsere Menschenkraft nach Palästina zu bringen und eine zweckmäßige Propaganda in der Galuth zu entfalten. Der Zionistenkongreß ist keine Maschine, sondern ein lebendiger Organismus, welcher in immer neue Phasen eintritt. Jetzt ist die Zeit gekommen, zu fragen, welches die Grundzüge der Kongresse in den künftigen Jahren sein sollen. Viele Vorredner haben schon auf die Masseneimvanderung nach Palästina in den letzten beiden Jahren hingewiesen. Diese Einwanderung JO»

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