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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1937-01-01 · 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935 · p. Seite 304

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
Date
1937-01-01
Page
Seite 304 (sequence 307)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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304 io. Kongreß-Sitzimg: Generaldebatte wir, so lange andere die Majorität sind, dem Legislative Council nicht zustimmen, daß wir aber zustimmen werden, wenn wir die Majorität sind!? Eine bessere Propaganda gibt es wohl nicht. Die Agudas Jisroel — ich sage das hier zu ihrem Lobe — hat eine ganz andere Definition gegeben: so lange nicht eine vollkommene Verständigung zwischen dem jüdischen und arabischen Volke besteht, ist es unmöglich, den Legislative Council zu konstituieren. So sprach eine Partei, die nicht für eine politische gilt. Die dritte Formel brachte die Arbeiterorganisation, indem sie sagte: Wir sind wohl mit den administrativen Zuständen im Lande nicht zufridden, wir halten die unbeschränkte Herrschaft der englischen Beamtenschaft durchaus nicht für einen Idealzustand, der die Bedürfnisse der Bevölkerung garantiert, aber wir verneinen jede politische Reform, die unsere Rechte gefährdet, und wir werden keiner Reform zustimmen, die uns nicht den halben Einfluß gibt, d. h. die Möglichkeit, jeden Angriff auf uns fernzuhalten. Das ergibt nun eine lebhafte, ernste Diskussion. Ich bin jedoch der Ansicht, daß der augenblickliche politische Zustand völlige Uebereinstimmung des Kongresses erheischt und nicht den Wunsch, irgendwem zu beweisen, daß der eine besser sei als der andere. Wenn die Leitung des Kongresses von mir abhinge, würde ich in den Mittelpunkt des Kongresses in dieser Zeit der Masseneinwanderung und eines Mißverhältnisses zwischen der Masseneinwanderung und ihrer . Absorbtion durch das Land die alte und immer wieder neue Frage der Schaffung mächtigen nationalen Kapitals stellen, um zunächst unsere Bodenfragen, dann unsere kolonisatorischen Fragen zu lösen Aber zu unserem großen Bedauern gehört die Aufmerksamkeit des Kongresses nicht solchen Fragen. Der Kongreß interessiert sich für Diskussionen aller Art, aber nicht für unsere kolonisatorischen Pro bleme. Der Gedanke der nationalen Anleihe ist nicht neu. Sicher gibt es viele, die für sich ein Patent auf diesen Gedanken beanspruchen. Das große Verdienst ist aber nicht, über die nationale Anleihe zu sprechen, sondern sie durchzuführen. Wir haben durch die Leistungen der Exekutive, durch die Lage unserer Wirtschaft im Lande sowie dadurch, daß es Gelder und eine starke Nachfrage nach Geldern gibt, die man in Aufbauarbeiten anlegt, große Fortschritte gemacht. Die Exekutive wird jedoch unsere Hoffnungen nicht erfüllen, wenn sie in den nächsten beiden Jahren nicht über die normale Tätigkeit hinaus zur Vergrößerung des nationalen Kapitals beiträgt und der Mobilisierung von Kreditmitteln für die Lösung unserer Boden- und Kolonisationsfragen nicht ihre Aufmerksamkeit schenkt. Ich habe noch andere Forderungen an die künftige Exekutive. Man spricht von allen Seiten viel über Privatinitiative, über Industriewirtschaft und dergleichen. Hier hat Ben-Gurion über jüdische Wissenschaft in einem neuen Sinn gesprochen. Ich muß zu meinem Bedauern sagen, daß wir in unserem Wirtschaftsleben diese Weisheit nicht beweisen. Noch hat die zionistische Bewegung keine bedeutenden Instrumente geschaffen, die zeigen würden, daß unsere Reden über

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