Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
- Date
- 1937-01-01
- Page
- Seite 303 (sequence 306)
- Language
- German, English, Hebrew
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B. KatznelsGii 303 lassen haben, ihre Zahl in den Kolonien nach der Statistik der Landwirtschaftszentrale doch um 1600 Mann vergrößert hat. Das ist bei weitem nicht zufriedenstellend, und die Histadruth hat daher beschlossen, noch 3000 Arbeiter für die Kolonien zu mobilisieren. Wjher werden diese 3000 Arbeiter kommen? Werden das so einfach gewöhnliche Juden sein oder Familienangehörige, die Sie alle jetzt so hoch schätzen, als ob der Aufbau Palästinas gerade nur Verwandte erforderlich machte. Die Biluim und die zweite Alijah hatten keine Verwandte im Lande und haben doch etwas geleistet. Die Arbeiter, die in die Kolonien gingen und dort auch in den Zeiten der Prospei ity und der Konjunktur blieben, waren organisierte Arbeiter, Mitglieder des Kibbuz Meuchad, des Haschomer Hazair, der sozialistischen Jugend u. a. (Zwischenruf ZECHARIA GLUSKA: Wir haben Jemeniten geschickt!) Ja, auch Jemeniten! Wir wissen alle, daß die jemenitischen Arbeiter ein sehr wichtiges Element sind. Die Arbeiterbewegung hat schon vor 25 Jahren, noch bevor die Hitachduth Haikkarim es von ihr forderte, eines ihrer besten Mitglieder nach Jemen geschickt, um von dort jemenitische Arbeiter nach Palästina zu bringen. Auch die Histadruth hat sich nicht wenig mit dieser Frage befaßt, und die Jemeniten haben auch ihre eigenen Verbände. Wo es eine organisierte Kraft gibt, stelle ich an sie Forderungen im Namen des Aufbaues Palästinas. Ich frage nun Herrn Gluska, den Vertreter einer bestimmten Gruppe der Jemeniten, der für die jüdische Arbeit der Jemeniten verantwortlich gemacht werden kann: Warum gibt es in den jemenitischen Schechunoth auf Boden des Keren Kajemeth arabische Arbeit? Einige Worte über den Legislative Council, nicht etwa weil ich den klaren Worten Ben-Gurions hierüber etwas hinzuzufügen hätte, sondern weil von allen Seiten Versuche gemacht werden, unseren Standpunkt zu verdrehen, als wären die Allgemeinen Zionisten daran interessiert, der Welt zu zeigen, daß die Mehrheitspartei des Zionismus bei dieser Frage ein unverläßliches Element ist. Ich hatte in meiner Einfalt geglaubt, daß wir alle daran interessiert wären, daß hier in der Frage des Legislative Council keine Diskussion über Einzelheiten stattfinde, sondern daß die klare und deutliche Meinung des ganzen Kongresses es niemandem im jüdischen Volke gestatte, sich am Legislative Council gegen den Willen des Kongresses zu beteiligen. Allem Anschein nach gibt es jedoch Zionisten, die eine andere politische Erkenntnis haben und daran interessiert sind, zu zeigen, daß es Leute gibt, die bis zum Ende kämpfen, und andere, die morgen verzichten werden. Uns kreidet man es an, daß wir davon gesprochen haben, daß auf der Grundlage absoluter Gleichberechtigung beider Völker die Errichtung eines gesetzgebenden Organs möglich sei. Ich bereue diese Erklärung nicht. In der inneren Diskussion über den Legislative Council, die im jüdischen Volk geführt wird, gibt es drei Formeln. Es gibt eine Formel der Allgemeinen Zionisten, die besagt: Wir werden dem Legislative Council nur zustimmen, wenn wir die Majorität im Lande sind. Anscheinend ist es eine hohe politische Weisheit, offen zu erklären, daß