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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1937-01-01 · 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935 · p. Seite 302

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
Date
1937-01-01
Page
Seite 302 (sequence 305)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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302 io. Kongreß-Sitzung: Generaldebatte unsere Schulen in das Schulnetz der Knesseth Jisrael einzubeziehen. Statt das mit Freude zu begrüßen, brach ein Lärm aus und stellte man das Ultimatum: entweder verzichtet Ihr auf Euer Schul werk oder laßt alles beim Alten. Aus diesem Ultimatum kann man erkennen, wie ernst es Euch mit der Forderung des einheitlichen Schul wesens ist! (Bei/all links.) Heute wird vom Aligemeinen Zionismus ein neues Prinzip gegen uns verfochten: Gleiches Recht für die Organisierten und die Unorganisierten! Ein herrliches Prinzip: kein Jude soll in seinen Rechten bjschränkt sein, Schutz der Interessen des einfachen Juden. Prüfen wir jedoch auch dieses Schlagwort auf seinen Inhalt. Seit wann ist die zionistische Bewegung eine Anhängerin des Verzichts auf jede Organisation? Der Zionismus beruht auf der Organisation. Herzi fand ein zerstreutes und zersplittertes Volk vor und proklamierte die Organisation. Alle die Sünden, die Ihr uns ankreidet, Kupath Cholim, Wachtposten und Kolonisation sind eigentlich Aufgaben der Zionistischen Organisation. Herr Dr. Schmorak ruft uns zu: Welche Be~ deutung haben neue Siedlungspläne, wenn 1800 Mann schon auf dem Boden sitzen? Und Herr Schmorak weint darüber. Wahrscheinlich wäre es besser, wenn sie den Boden nicht besetzt und bearbeitet hätten, sondern in die Städte gegangen wären. Das sind die neuen Begriffe, die Ihr in den Zionismus einführt. Wer sich für Palästina organisiert und vorbereitet, nach Palästina wandert und in der Landwirtschaft arbeitet, der leidet nach Eurer Meinung Schaden. Wenn Ihr uns noch beneiden und sagen würdet: auch wir wollen große Massen des jüdischen Volkes organisieren, so hätte ich dies aufs herzlichste begrüßt. Es gibt ein großes jüdisches Volk. Wir haben um unsere Fahne eine halbe Million Schekelzahler gesammelt, wir haben organi siert und weite Kreise der Juden in Amerika und in Polen für den Palästina-Auf bau gewonnen. Wenn Sie das Gleiche tun wollen, werden wir uns darüber sehr freuen. Aber weil Sie unfähig sind, Massen zu organisieren, kommen Sie zu uns mit zwei Spitzfindigkeiten und zwei Vorschlägen. Sie sagen uns: Ihr habt bereits das Maximum dessen organisiert, was Euch zu organisieren möglich war, der Rest des jüdischen Volkes gehört uns. Das ist die eine Erfindung. Die andere aber hat folgende Formstau die Bedeutung der Organisation für den Zionismus anzuerkennen, negieren Sie das Prinzip von Grund auf. Wie wollen Sie die Bodenspekulation, gegen die Sie Feuerbrände schleudern, ohne Organisation bekämpfen, wie wollen Sie ohne Organisation für die jüdische Arbeit kämpfen? Alle haben mit Bedauern davon gesprochen, daß die Arbeiter die Kolonien verlassen. Ich freue mich sehr, daß dieselben Herren, die selbst so zahlreich in die Kolonien gegangen sind und so viele Arbeiter in die Kolonien geschickt haben, jetzt so bitter darüber klagen, daß die jüdischen Arbeiter die Kolonien verlassen. Ich will nicht fragen, wieviel Arbeiter Sie, wieviel Arbeiter etwa die judenstaatspartei während ihrer ganzen Existenz in die Kolonien geschickt hat. Ich will Sie, die Sie alles wissen, aber fragen,, ob Ihnen bekannt ist, daß sich, obgleich die Arbeiter die Kolonien ver-

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