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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1937-01-01 · 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935 · p. Seite 300

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
Date
1937-01-01
Page
Seite 300 (sequence 303)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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300 w. Kongreß-Sitzung: Generaldebatte hebräische Sprache und Kultur erneuert, aus seelischen, sozialen und historischen Gründen ihre eigene Symbolik braucht, die vielleicht mehr kämpferischen Charakter hat, seht Ihr das als Trennung des Volkes und Spaltung der Arbeiterbewegung an? Ihr stellt uns so hlin, als ob wir die Einheit der Erziehung zerJ stören. Ich möchte die Allgemeinen Zionisten, die behaupten, für die Einheit der Erziehung zu kämpfen, fragen: Was heißt eigentlich „Einheit der Erziehung41? Wenn Einheit der Erziehung eine Sprache bedeutet, ein Minimum an elementarer Bildung, an Kenntnis der Geschichte des Volkes, der grundlegenden nationalen Werte, gewisser bestimmter minimaler Voraussetzungen (Zivisebenruf MEIR GROSS¬ MANN: Eine Fahne!), wenn ein ganzer Komplex menschlicher und nationaler Grundsätze die Grundlage der Erziehung sein soll, wenn das Einheit der Erziehung bedeutet, dann sind wir ihre Fanatiker. Wenn Ihr ferner unter Einheit der Erziehung zentrale Kontrolle verstellt und ein einheitliches administratives Netz, dann sind wir Fanatiker dieser Einheit. Wenn Ihr jedoch unter Einheit der Erziehung eine l>- ziehungskaserne versteht und haben wollt, daß der erste beste einen Schultypus für jeden Juden, der seine Kinder erziehen will, bestimmen darf, so lehnen wir eine solche Einheit ab. Wer hat Euch das Recht gegeben, eine solche Einheit zu verlangen, zu erklären, daß jeder Jude verpflichtet sei, seine Kinder zu Dr. Bogratschoff in die Schule zu schicken? (Zivischenruf: Und wer hat der Histadruth ein solches Recht gegeben?) Die Histadruth zwingt niemanden, seine Kinder in ihre Schulen zu schicken. Die Histadruth erklärt nur: Jede Familie hat das Recht, ihre Kinder in einer der von der obersten nationalen Instanz anerkannten Schulen erzielen zu lassen. Es ist eine historische Tatsache, daß es heute nicht nur Gegensätze zwischen uns und der Agudah oder den Jiddischisten gibt, sondern daß wir auch innerhalb der nationalen Bewegung keine objektive Möglichkeit haben, einen einzigen Schultypus für Erez Israel zu schaffen. Es gab eine Zeit, da wir eine einzige Schule hatten, das war vor der Haskala und vor dem Zionismus (Zwischenruf ZECHARIA GLUSKA: Ihr zwingt die Yemeniten, ihre Kinder in Eure Schulen zu schicken!). Es war die religiöse Schule, und wenn damals nicht die zionistische Bewegung entstanden wäre, bestünde diese einheitliche Schule vielleicht noch heute als einziger Typ. Als aber Ihr, die Zionisten, die „Maskilim und Apikorssim'1 kamt und die Mädchenschule in Jaffa errichtetet, habt Ihr bewiesen, daß in unserer Zeit die Existenz einer einheitlichen Schule unmöglich ist. Ihr wart die ersten, die den Cheder aufgaben, der seine Tradition im Volke hatte, und Ihr wißt sehr wohl, welch schweren Kampf diese Eure Schule hervorrief und wie sehr es seinerzeit dem Zionismus schadete. Trotzdem nahmt Ihr davon nicht Abstand. Ich werfe Euch Euere Tat nicht vor, aber ich verlange von Euch, daß Ihr nicht einmal so und einmal so vorgeht. Wenn Ihr imstande seid, Euch mit dem Misrachi auseinanderzusetzen und eine Gemeinschaftsschule für ihn und Euch zu schaffen, wie dies andere große Herren predigen, die um die Religion zittern, wie dies auch der Redakteur des „Bustenai" tut

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