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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1937-01-01 · 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935 · p. Seite 289

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
Date
1937-01-01
Page
Seite 289 (sequence 292)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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Stupp, Mossinson 28* daß man dorthin gehen muß, wo man bessere Möglichkeiten hat, zu verdienen und zu existieren. All das führt dazu, daß Ideen und Uebcrzeugung aufgegeben werden müssen, damit man sich seine materielle Existenz sichert. Damit aber verlieren Ueberzcugungen und Meinungen überhaupt ihre Bedeutung, und viele ungesunde Erscheinungen im Jischuw kommen nicht zuletzt daher, daß man Meinungen und Ueberzeugungen nicht respektiert und andere dazu bringt, sie für ein Stück Brot zu verkaufen (Zwischenrufe). Wir wollen doch darüber ruhig und klar sprechen (Zwischenrufe). Gerade von Seiten der Arbeiter haben wir erwartet, daß sie unsere Bemühungen, die schon Jahre währen, verstehen würden. Wir haben mit dem Allgemein-zionistisvheti Hechaluz begonnen und wollten, daß er eine Brücke zwischen der Arbeiterschaft und der Allgemein-zionistischen Bewegung bilden solle. Ich will heute nicht mit Vorwürfen kommen, aber ich muß mich oft fragen: Wo sind die Menschen, die wir nach Erez Israel geschickt haben, damit sie Arbeiter werden? Wo sind ihre Leistungen und ihre Schöpfungen, wo ist die Kraft, die sie absorbiert und zum Verschwinden gebracht nat? Als wir begannen, diese Bewegung zu schaffen, damit der Allgemeine Zionismus mit der schöpferischen Kraft Palästinas verbunden werde, damit wir neue Formen finden, um ehrliche zionistische Ziele zu verwirklichen, machte man uns Vorwürfe, daß wir eine Spaltung herbeiführen wollten. Das ist nicht richtig, das lag nie in unserer Absicht. Wir wollen gemeinsam mit der jüdischen Arbeiterschaft für das Prinzip der jüdischen Arbeit kämpfen. Nicht wir und nicht die Zehntausende, die wir nach Palästina gebracht haben, haben die Absicht, gegen die Arbeiterschaft aufzutreten. Wir wollen nur solche Existenzformen schaffen, daß der wirtschaftliche Druck, der doch vorhanden ist, beseitigt wird. Gerade Ihr von der Linken, die Ihr einen Keil in das Unterrichtswesen getrieben habt, dürft uns nicht vorwerfen, daß wir auf Spaltung hinarbeiten. VORS. VIZEPRÄS. DR. B. MOSSINSON (der während dieser Rede den Vorsitz übernommen hat, den Redner unterbrechend): Ich mache den Redner darauf aufmerksam, daß seine Redezeit abgelaufen ist. DR. ABRAHAM STUPP (zur Linken gewendet): Ich bitte Sie, mir im Hinblick auf die Wichtigkeit dieser Frage, noch fünf Minuten Redezeit zu bewilligen (Zustimmung bei der Linken). VORS. VIZEPRÄS. DR. B. MOSSINSON: Sie haben noch weitere fünf Minuten Redezeit. DR. ABRAHAM STUPP (fortfahrend): Wir hatten geglaubt, Ihr von der Linken würdet für diese Dinge Verständnis haben und wir würden unserem Ideal von der Einheit des Volkes leben können. Wir kommen zu Euch und"sagen: Seid damit einverstanden, daß der Allgemeine Zionismus in Palästina so existieren kann, wie er ist! (Zwischenrufe der Delegierten der Judenstaatspartei.) Ihr seid die Starken und könnt unsere Forderungen ablehnen. Dann sind zwei Möglichkeiten vorhanden: Entweder Ihr tut mit uns dasselbe, was Ihr mit den anderen getan habt, mit dem Misrachi und den Revisio- 19

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