Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
- Date
- 1937-01-01
- Page
- Seite 286 (sequence 289)
- Language
- German, English, Hebrew
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286 w. Kongreß-Sitzung: Generaldebatte gesunden, konstruktiven Zionismus kommen, wird uns die Rolle Mosis, dessen erhobene Arme den Sieg im Kampfe mit Amalek brachten, bei der Renaissance des amerikanischen Judentums zufallen. Dieses Judentum wird durch Erez Israel gestärkt werden, und wir werden aus ihm Kräfte schöpfen können für unsere große Aufbauarbeit in Erez Israel (Lebhafter Beifall). REV. J. K. GOLDBLOOM (Weltverein. Mg. Zion., A.C. — spricht hebräisch): Ich habe die Ehre, auf diesem Kongreß nicht nur als Vertreter der Allgemeinen Zionisten Englands zu sprechen, sondern auch im Namen der Welt Vereinigung der Allgemeinen Zionisten, die zu diesem Kongresse als eine einheitliche Fraktion mit mehr als hundert Delegierten erschienen ist. Dr. Bogratschoff nennt die Mitglieder unserer Weltvereinigung „die neuen Allgemeinen Zionisten" und den Namen „alte Zionisten" nimmt er für sich und seine Freunde vom Weltverband der Allgemeinen Zionisten in Anspruch. Das ist ungerecht uns gegenüber. Es ist eine Tatsache, daß die große Mehrheit der zionistischen Verbände, die noch zu Zeiten Herzls gegründet wurden, sich uns angeschlossen haben, und daß unter uns viele sind, denen es vergönnt war, mit Herzl vom ersten Tage an zusammenzuarbeiten, und wir alle wissen sehr gut, was der Zionismus Herzls ist. Es ist hier nicht der Platz, über das Programm unserer Fraktion zu sprechen, außerdem ist meine Redezeit beschränkt. Die Hauptaufgabe, die wir uns gestellt haben, ist nicht, eine neue Partei in der Zionistischen Organisation zu gründen, sondern alle Zionisten, die keiner Partei angehören, unter der Fahne der Einigkeit, der Arbeit und d-*s Friedens zu vereinigen. Wie bis heute, so wollen wir auch in Zukunft weder rechts noch links gehen, sondern immer die goldene Mitte wählen. Wir wollen immer an die Worte unseres großen Chaim Nachman Bialik denken: „Wir wollen uns von niemandem trennenv den das Leid des Volkes berührt44. Das Leid des Volkes hat die Herzen eines jeden von uns tief bewegt, und deswegen ist uns, den Allgemeinen Zionisten, jeder Zionist teuer. Jeder, der am Aufbau des Landes teilnimmt, ist uns teuer und lieb, und wir beurteilen ihn nach seinen positiven, nicht nach seinen negativen Leistungen. Nicht durch Streit. Neid, Haß und Bürgerkrieg wird unser Land aufgebaut werden, sondern durch gegenseitige Achtung der Personen und Parteien untereinander. Wir wissen sehr wohl, daß zwischen uns Meinungsverschiedenheiten bestehen und wahrscheinlich immer bestehen werden, dennoch können wir uns verständigen, wenn wir alle gemeinsam wie Brüder und nicht wie Feinde arbeiten (Beifall). Und noch eine Bemerkung an unsere Freunde von der Gruppe B: Wir, die Allgemeinen Zionisten, haben nichts im Allgemeinen Zionismus geändert. Nicht umsonst heißen wir Alef, denn wir glauben an das Alef. So wie das Volk Israel an einen Gott glaubt, so glauben wir an die Einigkeit: Eine Übora, ein Land, eine Zionistische Organisation und auch eine Arbeiterorganisation (Beifall links). Wir hoffen, daß alle Allgemeinen Zionisten sich uns noch bei diesem Kongreß anschließen, und wir alle gemeinsam unsere heilige Arbeit leisten werden.