Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
- Date
- 1937-01-01
- Page
- Seite 275 (sequence 278)
- Language
- German, English, Hebrew
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Szkolnik, Zucboiviecki 275 lieh für die Erwerbung großer Bodenflächen, auf die der Keren Kavemeth in seinem Bericht mit Stolz hingewiesen hat. Das heißt: Schaffung einer Grundlage für Aufnahme neuer Massen. Denn wenn Erez fsrajl ^o.ooo Juden aufnehmen konnte, so ist das die Frucht der Mühe, die der Zionismus im Laufe von dreißig und mehr Jahren aufwandte. Aber es ist nicht möglich, so weiter zu bauen, es ist nicht möglich! noch 30.000 und weitere 30.000 Juden hinüberzuschaffen ohne Boden. Wollt ihr denn Schnorrer aus Deutschland bringen und mit ihnen Erez Israel aufbauen? Ich habe den Mut, zu sagen, daß die Jewish Agency die Pflicht hatte, dieses Unglück, das über die deutschen Juden hereingebrochen ist, für das jüdische Aufbauwerk auszunützen und die Sache nicht irgendwelchen privaten oder philanthropischen Gesellschaften zu überlassen. Das heißt nationale Rettung. So baut der Zionismus das Land In die Front der Versuche, Mittel zu finden, die die neue Exekutive für den Aufbau des Landes in einem großen Stile braucht, hat diese Exekutive auch diese nationalen Mittel einzubeziehen, die uns der Untergang des deutschen Galuth bringen muß. Diese Mittel kann man in einen Segen und eine Ehre des jüdischen Volkes und des Aufbaues von Erez Israel verwandeln. Bauen wir unsere Festung mit den Mittein des deutschen Judentumes auf! (Lebhafter Beifall). SCHMUEL ZUCHOWIECKI {Weltverein. Allg. Zion., Erez Israel — spricht hebräisch): Man hat unseren Boden in Pic aufgeteilt und unsere Zeit in Minuten. So wie man auf Pic nichts Gründliches bauen kann, so kann man auch Dinge nicht in wenigen Minuten gründlich behandeln. Ich werde dennoch versuchen, in der beschränkten Zeit einiges klarzustellen. Ich möchte zunächst der Interpretation entgegentreten, die man meinem Aufsatz im „Haarez" in einigen Blättern gegeben hat. Hierzu mochte ich erklären, daß ich zum Mittelstand gehöre. Ich gehöre ihm an und werde ihn nicht verlassen, und ich habe das gleiche Recht, in seinem Namen zu sprechen wie die Kollegen der Gruppe B. Es gibt aber einen Unterschied. Auch ich betrachte das private Kapital als wichtig für den Zionsimus und den Aufbau des Landes. Aber ich muß doch sagen: ich betrachte das private Kapital nicht als besonderes Ideal, es ist nicht mein Ideal. Obzwar ich unablässig verlange, daß der Mittelstand in Erez Israel angesiedelt werde, da er, wenn auch nicht der wichtigste Teil unseres Werkes, so doch — quantitativ — unseres Volkes ist, so muß ich doch sagen, daß das an und für sich nicht mein Ideal ist. Wenn zu mir zwei Personen kommen, von denen die eine Kapital besitzt und die andere keines, so werde ich die unterstützen, die kein Kapital hat. Ich will keinen Unterschied machen zwischen dem Mittelstand und der Arbeiterklasse. Der größte Teil. des Aufbaues des Landes gehört dem jüdischen Arbeiter, das muß klar gesagt werden. Gesegnet sei die Hand des Arbeiters! (Beifall). Ich hege keinen Verdacht gegen die Allgemeinen Zionisten der Gruppe B, daß sie den Arbeiter hassen. Dennoch wollen sie eine andere Organisation schaffen, welche die bestehende Arbeiterorganisation be- 18»