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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1937-01-01 · 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935 · p. Seite 274

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
Date
1937-01-01
Page
Seite 274 (sequence 277)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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274 (). Kongreß-Sitzung: Generaldebatte felsenfest davon überzeugt, daß wir hier ein doppeltes und dreifaches Rettungswerk getan haben. Unterscheidet zwischen der Gegnerschaft gegen Handel und Gewinn und der Rettung von Juden und jüdischein Vermögen! Ich will Ihnen eine einfache Frage vorlegen: Die deutschen Juden zahlen ihre Abgabe an den Keren Kayemeth und den Keren Hajessod. Sie erfüllen eine Pflicht, die jeder von uns hat. Sollen wir dieses Geld aus Deutschland hinausschaffen oder dort lassen? Heute stehen wir vor einer neuen Gefahr. Vielleicht wird es bald einer Familie, die von dort nach Hrez Israel auswandern will, nicht mehr erlaubt sein, tausend Pfund auszuführen, eine Summe, ohne die die Einwanderung nach Hrez Israel unmöglich ist. Mit Hilfe des Transfers aber können wir dieses Geld freimachen. Wollen Sie da den deutschen Juden sagen: Bleibt zu Hause!? Hätten Sie den Mut, ihnen das in einer Stunde zu sagen, da ihnen Untergang und Vernichtung droht? Sie wenden ein, daß nicht alle auswandern. Wo bleibt da der Verstand? Heute hat mar. hier von einer Auswanderung von 200.000 Juden gesprochen, und wer Augen im Kopfe hat, wußte das schon im vergangenen Jahr. Wer kann heute über die Tatsache hinweggehen, daß die Mehrzahl eindeutschen Juden ihr Bündel gepackt hat und einen Winkel auf Erde! sucht, wo sie in Ruhe leben kann! Und da verlangen Herr Großmann und seine Leute von uns, wir mögen in Erez Israel, der einzigen Hoffnung für Zehntausende deutscher Juden, wo dieses Jahr 30.000 Juden Aufnahme gefunden haben, eine neue Zollmauer und Quarantäne aufstellen. Vielleicht wollen Sie, Herr Großmann, Ihre Freunde unter den sogenannten „Arbeitslosen" dazu verwenden, die deutschen Juden zu kontrollieren, was sie mitgebracht haben. Diese politische Auffassung verstehe ich nicht, sie ist geradezu Harakiri, Selbstmord. Es gibt eine jüdische Legende, die erzählt, einer der Hasmonäer habe seinem Feind das Schwert geraubt und damit unter den Syrern Vernichtung gesät. So haben wir die Sache zu betrachten. Mit dem Eisen und dem Beton, das wir mit diesem Geld erwerben, werden wir unseren Bau errichten — das wird ein Ehrenposten des jüdischen Volkes sein! Herr Weinstein und seine Freunde wären gewiß bereit, einen Boykott über Rußland zu verhängen, dieses Land, von dessen Judenheit und ihrer Bedeutung, ihrer Kraft und ihrem Wert für die Verwirklichung des Zionismus auf diesem Kongreß schon mehreremale gesprochen wurde. Und ich frage ihn: Sie, die Sie einen Boykott über Rußland verhängen und einer Intervention gegen Rußland zustimmen würden, würden Sie sich widersetzen, wenn es morgen möglich wäre, die russischen Juden und ihren Besitz zu retten? (Zwischenruf BARUCH WEINSTEIN: Sie vergleichen Rußland mit Deutschland?) Ich will den Gedanken, den Sereni gestern hier ausgedrückt hat, fortsetzen: Neben allen Gründen, die % für das Werk zugunsten der deutschen Juden sprechen, gibt es einen entscheidenden Grund: daß wir nämlich die Kraft besaßen, einen Teil all dieser Anstrengungen nicht für die Eröffnung von Kaffeehäusern und für Spekulation zu verwenden, sondern ihn in den Plan für den Aufbau des Landes einzuordnen, näm-

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