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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1937-01-01 · 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935 · p. Seite 273

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
Date
1937-01-01
Page
Seite 273 (sequence 276)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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Szkolnik 273 die sich in alle Winde zerstreuen werden: Welche Leistungen beabsichtigen wir hervorzubringen? Jahrelang sprach man davon, daß die Kolonisation teuer sei. Heute sind wir so weit, daß die Arbeiterkolonisation dank den Ersparnissen der Arbeiter uns nur ein Drittel des früheren Betrages kostet. Wenn man hier Krokodilstränen vergießt über die Flucht des Arbeiters aus den Kolonien, so wisset, daß zum Festhalten des jüdischen Arbeiters in der Kolonie ein landwirtschaftliches, zionistisches Regime in Erez Israel nötig ist, das dem Arbeiter nicht nur die Möglichkeit gibt, mit 2150 Pfund seine Wirtschaft aufzubauen, sondern das ihm auch Mittel aus den nationalen Fonds beisteuern müßte. Gegen diese Fonds aber treibt Ihr Sabotage. Auch heute, am Kongreß, verschließt Ihr die Augen vor diesem Problem und redet kein klares Wort über den Arbeitsplan. Nur wenn Ihr mit einem solchen Plan kommen werdet, werdet Ihr das Recht haben, die Exekutive zu kritisieren und ihr zu sagen, was sie zu tun habe. Die wirtschaftlichen Sachverständigen der Exekutive nannten uns hier Ziffern über gewisse Produkte, die wir imstande waren, in Rrez Israel zu erzeugen, statt sie aus anderen Ländern zu importieren, so r. B. die einfachsten Dinge, die die Grundlage des Volkslebens sind, wie Brot, Gemüse, Milch usw. Aber diese Opposition hat kein Recht zu kritisieren, denn sie war nicht unter denen, die neue Mittel und Wege fanden. Diesmal hat die Opposition ein neues Steckenpferd gefunden. Herr Oroßmann sprach gestern über die Einwanderung aus Deutschland. Das Unglück, das über die deutschen Juden kam, der Sturm, der über sie hinwegfegte und sie mit den Wurzeln ausriß, diente ihm diesmal dazu, sein Süppchen daran zu kochen. Wir glaubten immer und glauben auch jetzt, daß es Ehrenpflicht der Zionistischen Organisation ist, sich nicht nur mit der Kolonisation von Tausenden Juden in Erez israel zu befassen, sondern in solchen Katastrophen sich vor das ganze Volk zu stellen und mit ausgebreiteten Armen die Massen aufzunehmen. Wir haben 30.000 Juden aus Deutschland nach Erez Israel gebracht. Und wenn Erez Israel imstande war, eine solche Ziffer aufzunehmen, so hat es das Recht und die Pflicht, alle Juden Deutschlands zu retten. Doch ohne Geldmittel ist das nicht zu machen. Und ich möchte Herrn Großmann daran erinnern, daß ein hervorragendes Mitglied seiner Fraktion, der zufällig nicht hier sitzt, weil er seiner5 Pflicht gegenüber dem Keren Hajessod nicht nachgekommen ist, Herr Jewserow, sich am Transfer beteiligt. Wäre die Tendenz Herrn Großmanns aufrichtig und nicht nur von dem Wunsche geleitet, dem Arbeiterflügel eins zu versetzen, würde er anders reden. Ich bitte Sie, seien Sie aufrichtig, bemühen Sie sich, ernst zu denken; es geht doch um ein ernstes Problem. Wozu wird das Vermögen der deutschen Juden verwendet werden, wenn sie in Deutschland bleiben?. 'Als Schmieröl für die Räder der deutschen Wirtschaft. Können die Räder der dortigen Industrie dort nicht für die Erzeugung von Kanonen bewegt werden f Und sind Sie sicher, daß dieses Oel nicht morgen als erstes auf den Rädern der deutschen Industrie verbrennen wird? Ich bin

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