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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1937-01-01 · 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935 · p. Seite 270

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
Date
1937-01-01
Page
Seite 270 (sequence 273)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476292--9314-3485465
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270 g. Kongreß-Sitzung: Generaldebatte sollte dann vom Aktionskomitee oder vom Kongreß, d. h. den Schekel Zahlern, bestätigt werden, aber es kam nicht dazu. Man hat ein Referendum unter den Mitgliedern der Histadruth veranstaltet (Heiterkeit bei der Linken). Ein großer Teil der Mitglieder der Histadruth war für das Abkommen. Ich sagte das Berl Kaznelson, und was er mir darauf antwortete, hätte man in die Schulbücher aufnehmen können. Aber gesiegt hat nicht Berl Kaznelson, sondern der andere Teil, der keinen Schekel kauft, der keinen Kongreß anerkennt, der keinen Keren Kayemeth anerkennt, obwohl er auf Boden des Keren Kayemeth sitzt (Zwischenrufe von links: Das stimmt nicht). Doch! Die linken Poale Zion! (Zivisebenruf von links: Ben-Gurion hat nicht im Namen der Exekutive das Abkommen unterzeichnet!) Um für den Waad Hapoel der Histadruth zu unterzeichnen, brauchte man nicht nach London zu gehen, das konnte auch in Tel-Aviv geschehen. Ich habe mit Ben-Gurion gesprochen, und er sagte mir: Ich bin jetzt nicht im Waad Hapoel der Histadruth, ich bin in der Zionistischen Exekutive. Ich frage jetzt: Müssen nicht auch die Gesetzgeber die Disziplin wahren? Calais hat zu einer Zerstörung der Disziplin geführt. Nun frage ich: warum hat es die Exekutive Ben-Gurions getan und nicht die Brodetskys? Weil hinter Brodetsky keine starke Orga nisation steht, die zu fordern und bei ihren Forderungen zu beharren versteht, hinter Ben-Gurion hingegen eine große organisierte Macht. Wir haben daher immer Angst, daß die schönsten Reden Ben-Gurions in den Wind gesprochen sind, wenn sie die Beschlüsse dieser hinter ihm stehenden Macht verletzen. Zum Beispiel hat man sich hier bemüht, die politischen Fragen nicht zu berühren. Wir sind alle gegen den Legislative Council. Aber auf der Konferenz der Mapai, kurz vor den Wahlen zum 19. Zionistenkongreß, wurde folgendes beschlossen: „Wir sind gegen die Beherrschung eines Volkes in Palästina durch das andere, sollte aber die Möglichkeit gleicher Repräsentation für beide Völker bestehen, werden wir dafür eintreten.44 Ich brauche diesen Beschluß nicht zu kommentieren. Wir wissen, was Fifty-Fifty ist. Wenn wir Fifty-Fifty verlangen werden und man uns ein Verhältnis von 49 zu 51 bewilligen wird, werdet ihr das nicht annehmen? Hier auf dem Kongreß werden wir sicher alle einstimmig den Beschluß fassen, den Legislative Council zu boykottieren, weil das die Zerstörung des Aufbaus des jüdischen Volkes in seinem Lande bedeutet. Aber später, wenn man mit Tatsachen zu tun haben wird, wer weiß, ob Ben-Gurion auf der gleichen Höhe bleiben wird, auf der er hier stand, ob er sich nicht dem zitierten Beschluß wird beugen müssen. Wenn wir jetzt von einer Koalition unter uns sprechen, so sind wir dazu nur bereit unter gleichen Bedingtengen für alle Zeile, wenn auch nicht paritätisch. Wenn es so wäre, daß der Kapitalist in Palästina organisiert wäre und den jüdischen Arbeiter boykottierte, dann müßten wir alle, Alt und Jung, für den jüdischen Arbeiter kämpfen. Heute sind jedoch nur die Arbeiter organisiert. (Zwischenruf: Was haben Sie für Kfar Saba getan?). Ich habe viele Schüler hingeschickt. Wenn unsere

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